Januar
Nicht erst seit diesem Jahr habe ich mich wieder intensiv für verlässliche Betreuungszeiten in Kitas und Kindergärten eingesetzt. Stabile Betreuungsangebote für Familien sind nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus sozialen Gründen unverzichtbar. Die Grünen-Fraktion fordert bereits seit längerer Zeit eine umfassende Strategie zur Gewinnung und Bindung von Kita-Personal. Daher habe ich dieses Thema in den Mittelpunkt meiner politischen Arbeit gerückt. Neben Vorschlägen für die Digitalisierung des Vergabesystems, haben wir außerdem erfolgreich Anträge gestellt, um die Personalsituation in den Kitas zu verbessern.
Ein weiteres Highlight im Januar war die größte Demonstration, die Heidelberg je gesehen hat: Am 20. Januar zogen tausende Menschen unter dem Motto #niewiederistjetzt gegen Rechts durch die Stadt.
Außerdem habe ich ein Interview bei Deutschlandfunk Kultur gegeben, in dem ich die Nachhaltigkeitsbemühungen der halle02 hervorgehoben habe.
Februar
Im Februar stand die Clubkultur im Zentrum meiner Arbeit. Als Geschäftsführer der halle02 und Stadtrat habe ich die Bedeutung von Clubs als kulturelle und wirtschaftliche Treffpunkte hervorgehoben und mehr Unterstützung für die Kultur- und Kreativwirtschaft gefordert. Clubs, wie die halle02, sind nicht nur kulturelle Treffpunkte, sondern auch wichtige Wirtschaftsfaktoren für die Stadt.
Im Februar wurde die erste Klimabilanz der halle02 vorgestellt, die konkrete Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und zur Förderung nachhaltiger Energie in der Clubkultur dokumentierte. Die halle02 steht als Beispiel dafür, wie Clubs aktiv zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks beitragen können.
Politisch habe ich Themen wie die Digitalisierung des Anwohnerparkens, ein Sanierungskonzept für Sporthallen und die Forderung der öffentlichen Nutzung des Mega–Baufeld Z1 in der Bahnstadt vorangetrieben.
Zudem habe ich an mehreren Formaten des Dialogprozesses POPLÄND-teilgenommen. Ich habe dort versucht deutlich zu machen, dass die Popkultur in Baden-Württemberg und insbesondere die Clubkultur dringend mehr Unterstützung braucht.
Außerdem waren wir wieder auf mehreren Prunksitzungen und dem Faschingsumzug unterwegs.
März
Im März habe ich mich für die Entwicklung des ehemaligen Airfields als Standort für Kreativwirtschaft, Kultur und innovative Projekte eingesetzt. Dieses Areal sehe ich als Potenzial für die Bereicherung des kulturellen Lebens in Heidelberg. Ich setzte mich damit für die Schaffung von Räumen für Kultur, Kreativwirtschaft und Gemeinschaftsprojekte ein.
Weitere politische Initiativen betrafen die Entsiegelung von Flächen, die Realisierung eines inklusiven Taxisystems für Menschen mit Behinderung und die Optimierung von Radwegen an der Bahnstadt-Promenade.
Außerdem haben wir unsere neuen Nachbar:innen des Atlantic Hotels begrüßt, das nur 3 Gehminuten von der halle02 entfernt ist.
Ein persönliches Highlight und sicher das absolut Größte in diesem Jahr, war die Geburt meiner Tochter.
April
Im April begann die heiße Phase der Vorbereitungen für die Kommunalwahl. Ich habe auf Platz 4 der Grünen-Liste kandidiert, mit den Schwerpunkten Klimaschutz, Bildung, umweltfreundliche Mobilität und soziale Gerechtigkeit. In meiner Kampagne habe ich die Bedeutung hervorgehoben, Heidelberg zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten.
Auch das von uns lange gefordert und beantragte Bäderkonzept der Stadt wurde endlich veröffentlicht.
Mai
Im Mai habe ich öffentliche Kritik an Oberbürgermeister Würzner aufgrund des fehlenden Rückhalts für Kinderbeauftragte in Heidelberg geübt. Der Rücktritt des Kinderbeauftragten Frank Kratzer aufgrund mangelnder Unterstützung war Anlass für meine Forderung nach mehr Anerkennung und besseren Arbeitsbedingungen für diese wichtige Aufgabe.
Darüber hinaus habe ich mich für die Sanierung von Schulen und die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaftsstrategie engagiert und habe mit einem Faktencheck zur Finanzpolitik auf einen Beitrag von unser.hd reagiert der für viel Aufregung im Wahlkampf sorgte.
Juni
Am 9. Juni wurde ich mit 32.693 Stimmen erneut in den Gemeinderat gewählt.
herzlichen Dank für jede Stimme!
Juli
Im Juli habe ich meine Bemühungen zur Entwicklung des ehemaligen Airfields fortgesetzt. Ziel war es, das Gelände als zentralen Standort für Kultur, Kreativwirtschaft und Start-ups zu etablieren.
Zudem habe ich als Reaktion auf einen viralen Artikel ein Gegenartikel mit Gründen und Faktoren veröffentlicht, warum ich mir Nachwuchskünstler:innen in meinem Club nicht mehr leisten kann. Auch dieser ging viral und war der meistgelesene Beitrag meines Blogs 2024.
August
Sommerpause :)
September
Am 14. September war ich Gastgeber des jährlichen Promenadenfests in der Bahnstadt, das den Austausch und das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner:innen stärkte.
Mit der halle02 habe ich ein Video zu unserer Lüftungsanlage veröffentlicht, indem durch Tanzen geheizt und damit CO₂ eingespart werden kann.
Beim Reeperbahnfestival in Hamburg war ich im Rahmen der LiveKomm in Sachen „Clubs 1000“ unterwegs – einem neuen Netzwerk aller großen Clubs in Deutschland, das ich dieses Jahr ins Leben rufen durfte.
Außerdem war die halle02 mit „halle02 on tour“ beim Heidelberger Herbst vertreten, der zahlreiche kulturelle Veranstaltungen bot.
Oktober
Im Oktober lag mein Schwerpunkt auf der Digitalisierung. Ich habe mich für den Breitbandausbau der digitalen Infrastruktur eingesetzt, insbesondere in Gebieten, die durch staatliche Förderungen profitieren sollen.
Zusätzlich habe ich mit einer Umfrage die Zukunft des Wochenmarkts in der Bahnstadt analysiert und die Realisierung der Gestaltung eines Basketballplatzes im Emmertsgrund vorangetrieben.
November
Im November wurde ich erneut in den Bundesvorstand der LiveKomm, dem Verband für Clubs und Festivals, gewählt. Mit meiner langjährigen Erfahrung in nachhaltiger Clubarbeit habe ich mich schon seit Gründung aktiv in die Weiterentwicklung des Verbands eingebracht und setze mich für die politische Stärkung der Clubszene auf nationaler Ebene ein.
Gemeinsam mit der Bundesstiftung LiveKultur habe ich das Projekt Live Music Fund Germany initiiert, das eine nachhaltige und zukunftsfähige Finanzierung der Live-Musikszene sicherstellen soll.
Dezember
Zum Abschluss des Jahres habe ich einen Antrag zur Stärkung des Einzelhandels in den Stadtteilen gestellt sowie einen Vorschlag zur Digitalisierung des Anwohnerparkens gemacht.