In der Clubszene wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Clubs und Spielstätten setzen vermehrt auf umweltschonende Konzepte, um ihre CO₂-Bilanz zu verbessern und Ressourcen zu schonen. Ein Beispiel für nachhaltiges Engagement geben wir mit der halle02 in Heidelberg, für die wir zahlreiche Maßnahmen ergriffen haben, um nachhaltiger zu wirtschaften.
1. Ökostrom und Energieeffizienz
Die halle02 bezieht ihren Strom vollständig aus erneuerbaren Energien. Zudem kommen sensorgesteuerte Wasserhähne und wasserlose Urinale zum Einsatz, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Ebenso werden durch eingesetzte LED Technik und Sensorik Energiekosten eingespart. Ein besonderes Highlight ist die Nutzung von Wärmetauschern, um die Abwärme der Lüftungsanlagen zu verwerten und die Energieeffizienz weiter zu steigern. Ebenso innovativ ist die Automation der Kühlschränke und Kühlanlagen über den Belegungskalender und Co2 Sensorik.
2. Müllvermeidung und Recycling
Ein zentrales Thema bei Events ist der Abfall. Die halle02 hat darauf mit einem umfassenden Pfandsystem für Getränke und strikter Mülltrennung reagiert. Sie fördert außerdem die Verwendung von Mehrwegprodukten und vermeidet konsequent Einwegplastik.
3. Lokale Zusammenarbeit und soziale Verantwortung
Nachhaltigkeit geht über Umweltschutz hinaus. Die halle02 arbeitet mit lokalen Lieferant*innen zusammen und unterstützt regionale Initiativen. Gleichzeitig engagiert sie sich in der sozialen Nachhaltigkeit: Fair Pay für Mitarbeitende, barrierefreier Zugang sowie die Zusammenarbeit mit psychologischen Beratungsstellen sind Teil des ganzheitlichen Ansatzes. Außerdem gibt es verschiedene Spendeninitativen mit denen verschiedene Projekte unterstütz werden können. Natürlich gibt es auch ein umfangreiches Awareness-Konzept inkl. Awareness-Team.
Durch eine kreative Informationskampagne informiert die halle02 die Besucher*innen am Point auf Sale über Nachhaltigkeitsmaßnahmen und dokumentiert diese als Best-Practice Beispiel auf der Webseite.
Die halle02 zeigt, wie Clubs durch gezielte Maßnahmen wie Ökostromnutzung, Wärmetauscher und Pfandsysteme ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können. Doch viele Clubs stehen vor finanziellen Hürden bei der Umsetzung solcher Initiativen. Hier greift die Forderung des Bundesverbands LiveKomm nach einem Green Culture Fonds: Dieser soll Livemusikspielstätten durch zinsgünstige Kredite bei Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen unterstützen, wie Energieeinsparung oder den Einsatz erneuerbarer Energien. So wird eine langfristige, nachhaltige Transformation der Clubkultur möglich gemacht.
Fazit: Nachhaltigkeit als Club-Kultur
Clubs wie die halle02 zeigen, dass Feiern und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Durch innovative Maßnahmen und das Bewusstsein für Umweltschutz setzen sie ein starkes Zeichen für die Zukunft der Veranstaltungsbranche. Durch die Unterstützung durch einen revolvierenden Fonds können Clubs auch finanziell in der Lage versetzt werden die nötigen Investitionen zu tätigen.