19. September 2025

Zwei Jahre Arbeit – und jetzt der Startschuss: Mein Blick auf den Live Music Fund Germany

Vorstellung des Live Music Fund Germany auf dem Reeperbahn Festival
19. September 2025

Zwei Jahre Arbeit – und jetzt der Startschuss: Mein Blick auf den Live Music Fund Germany

Vorstellung des Live Music Fund Germany auf dem Reeperbahn Festival

Inhalt dieses Beitrags

Es gibt diese Momente, in denen sich lange Arbeit, viele Gespräche und unzählige Diskussionen plötzlich verdichten – und zu einem klaren Bild werden. Für mich war so ein Moment der 19. September 2025, als wir auf dem Reeperbahn Festival den Live Music Fund Germany offiziell vorgestellt haben.

Warum ich den Fonds mitentwickelt habe

Über zwei Jahre habe ich gemeinsam mit meinen Mitvorständen der Bundesstiftung LiveKultur an diesem Projekt gearbeitet. Wir haben gerechnet, gestritten, Konzepte verworfen und neu gedacht. Immer mit derselben Frage im Kopf:

Wie sichern wir die Zukunft der Livemusik in Deutschland?

Die Realität ist hart: Kleine Clubs kämpfen ums Überleben, Nachwuchskünstler:innen finden immer seltener eine Bühne, Festivals werden durch Kostenexplosionen und Unsicherheit erdrückt. Gleichzeitig füllen Superstars die Stadien, Ticketpreise steigen – und doch droht die Basis unserer Kulturlandschaft zu erodieren.

Imagine Togetherness – was das für mich bedeutet

Das Reeperbahn Festival stand in diesem Jahr unter dem Motto „Imagine Togetherness“. Besser kann man den Geist hinter dem Fonds kaum beschreiben.

Die Stars von heute finanzieren die Stars von morgen.

Das klingt simpel – aber es ist eine große Aufgabe. Und es ist ein solidarischer Ansatz, den wir als Branche selbst gestalten wollen. Nicht als Zwang von außen, sondern aus der Überzeugung, dass wir nur gemeinsam weiterkommen.

Wie der Fonds funktioniert

Ab dem 1. Januar 2026 fließen Mittel über Ticketplattformen, Veranstalter:innen und Clubs in drei zentrale Fördersäulen:

  • Nachwuchs- und Clubförderung – Unterstützung kleiner Spielstätten, Ersttourneen und Festivals.
  • Auslastungsversicherung – Zuschüsse für defizitäre Veranstaltungen bis 2.000 Besucher:innen.
  • Strukturelle Maßnahmen – Förderung von Nachhaltigkeit, Diversität, Inklusion und Ausbildung.

Mehr als 30 Partner:innen sind bereits dabei. Das macht mich stolz – und gibt Hoffnung, dass wir eine echte Bewegung anstoßen können.

Mein persönliches Fazit

Für mich ist der Live Music Fund Germany mehr als nur ein Projekt. Er ist Ausdruck davon, dass wir als Branche Verantwortung übernehmen. Dass wir nicht länger darauf warten, dass „der Markt“ oder „die Politik“ alles regelt.

Ich glaube fest daran: Ohne eine starke Basis stirbt die Vielfalt. Und Vielfalt ist das, was Musik ausmacht.

Der Moment auf dem Reeperbahn Festival war für mich Abschluss einer intensiven Reise – und zugleich der Anfang von etwas Größerem. Ich freue mich darauf, diesen Weg weiterzugehen.

Mehr Infos: www.livemusicfund.de

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