24. November 2020

Austausch der Digitalisierungsmacher*innen an den Schulen in Baden-Württemberg

Warum jeden Fehler zweimal machen? Warum viel Geld in Testinfrastruktur stecken, wenn andernorts schon ausreichend Erfahrungen gemacht wurden? Warum nicht von (Best-) Practise-Beispielen anderer Schulen und Städte lernen?

Austausch der Digitalisierungsmacher*innen an den Schulen in Baden-Württemberg

Warum jeden Fehler zweimal machen? Warum viel Geld in Testinfrastruktur stecken, wenn andernorts schon ausreichend Erfahrungen gemacht wurden? Warum nicht von (Best-) Practise-Beispielen anderer Schulen und Städte lernen?

Inhalt dieses Beitrags

Am Mittwoch den 02.12.2020 um 18h

Mittwoch, 02.12.2020 18h

https://zoom.us/j/97330181154?pwd=a3pvTTNSMGlkayt2QXpiZVNxbzRkZz09

 

Warum jeden Fehler zweimal machen? Warum viel Geld in Testinfrastruktur stecken, wenn andernorts schon ausreichend Erfahrungen gemacht wurden? Warum nicht von (Best-) Practise-Beispielen anderer Schulen und Städte lernen?

  • Sie sind Digitalisierungsmacher*in an ihrer Schule? Sie sind verantwortlich für die Auswahl, Einkauf, Implementierung oder Betreuung der technischen Ausstattung?

  • Sie sind Verantwortliche des Schulträgers/ der städtischen Kommunen für den Bereich Digitalisierung? Sie betreuen die Schulen vor Ort, bereiten die Mittelfreigabe vor oder sind für die Bestellung- und Bereitstellung der digitalen Infrastruktur bzw. digitalen Endgeräte mitverantwortlich?

  • Sie sind Stadtrat/rätin einer baden-württembergischen Kommune und Fachmann/-frau ihrer Partei für die Digitalisierung an Schulen?

Dann sind Sie richtig beim digitalen Austausch der Digitalisierungsmacher*innen (DAD) an baden-württembergischen Schulen.

Dieser richtet sich an die jeweiligen Macher und dient dem Ziel, ein landesweites Netzwerk zu errichten, in dem sich Fachleute in ungezwungener Atmosphäre austauschen können. Ziel des Austausches ist es, dass sich die einzelnen Akteure der verschiedenen Felder nicht nur besser verstehen lernen, sondern auch aus den (guten sowie schlechten) Erfahrungen der anderen Schulen und Kommunen zu lernen.

 Der Austausch richtet sich gezielt an Lehrkräfte, Politiker und Mitarbeiter*innen der Verwaltung, um die verschiedenen Sichtweisen auf die Digitalisierung zu beleuchten und die jeweiligen Positionen und Bedürfnisse zu erläutern. Oftmals wissen die jeweiligen Akteure z.B. gar nicht, was ganz konkret in den Schulen benötigt wird oder warum auf politischer Ebene Entscheidungen manchmal etwas längern dauern (😉).

Bildung ist „Ländersache“ und die Ausstattung der Schulen eine originäre Aufgabe der Kommunen. Daher ist es selbstverständlich, dass die Digitalisierung an Schulen asynchron verläuft. Vielerorts haben sich kleine „Vorzeige-Digitalisierungsinseln“ gebildet. Während mancherorts fast alle Schulen flächendeckend mit digitalen Endgeräten in 1zu1 Ausstattung arbeiten, fehlt es an anderen Schulen noch an Wlan oder Präsentationsmedien. Nicht überall sind die Voraussetzungen gleich, aber gewisse Probleme und Herangehensweisen sind oftmals die Gleichen. Input zu geben oder Input zu bekommen, um die Digitalisierung in der eigenen Kommune oder eigenen Schule voranzutreiben, ist das Ziel des ersten DADs.

Digitalisierung ist keine einmalige Sache und durch einen kurzfristigen Kraftakt zu bewältigen, sondern ein Prozess. Daher wird es weitere „Digitalisierungswellen“ geben. Und was sich heute als praktikabel und zielführend erwiesen hat, kann in einigen Jahren schon überholt sein. Daher ist ein stetiger Austausch wichtig. 

Der DAD soll daher als Initialzündung für weitere Treffen oder ein zukünftiges Netzwerk verstanden werden.

Der DAD ist begrenzt auf 1,5h. Thematisch ist der Austausch in drei Gebiete unterteilt:

 

Themengebiet 1: Netzwerk und Infrastruktur sowie digitale Ausstattung von Klassenzimmern

Jan Albrecht, Lehrer, Messelbergschule, Denzdorf

Jan Albrecht studierte an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd die Fächer Deutsch, Chemie und Informatik. Nach dem Referendariat ging es an eine Realschule im Kreis Göppingen. Dort startete er schon im Jahr 2009 mit einem Projekt, in dem alle Lehrkräfte mit einem Notebook ausgestattet wurden. Im Jahr 2016 wechselte er auf eigenen Wunsch an eine Gemeinschaftsschule und initiierte das 1:1 Tabletszenario. Seit 2017 arbeiten alle Schüler/innen sowie Lehrkräfte mit einem eigenen Endgerät und einem Lernmanagement-System. Seit rund zehn Jahren berät er Bildungsinstitutionen und Schulträger auf dem Weg in die digitale Zukunft.

Thema:

Die Technik in Schulen muss vor allem eins sein, einfach bedienbar und sie muss endgeräte-unabhängig funktionieren. Für den Träger muss Sie nachhaltig finanzierbar sein auch ohne Gelder des Digitalpaktes. Mit einem Dienstleister habe ich ein System entwickelt, das diese Gegebenheiten ermöglicht. 

 

Themengebiet 2: digitale Plattform/Server/Software

Steffen Haschler, Lehrer Englisches Institut, Heidelberg

https://steffen-haschler.de/informationen.html

Thema:

Wir leben in der Übergangszeit zu einer Wissensgesellschaft. Unsere Gesellschaft ist in allen Bereichen einer schnellen Transformation unterworfen. Auch Schulen können sich dem nicht entziehen. Neuerungen kommen zwar verzögert (durch die Pandemie nun doch beschleunigt), aber sie kommen. Eine solche Neuerung sind digitale Lehr- und Lernplattformen.

Dabei werden z.T. ohne Wissen einige Weichen für die Zukunft unserer Bildung gestellt. Zum Beispiel, dass man sich von einem der großen Anbieter abhängig macht. Dass Folgekosten entstehen, die bisher gar nicht eingepreist sind. Dauerhafte Fortbildungszeiten ihrer Nutzer*innen werden notwendig usw.

Auch wird eine Lernplattform mittelfristig nicht den Unterricht „im Digitalen abbilden“. Bildung wird durch sie stark verändert, denn ganz andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der Transparenz enstehen, aber auch Erreichbarkeiten und Verfügbarkeiten von Wissen verändern sich. Das hat datenschutzrechtliche, lizenzrechtliche Folgen, genauso wie es die Menschen betrifft, die sie Nutzen.

 

Themengebiet 3: Ausstattung der Schüler*innen & Lehrkräfte

Best Practice: Digitale Transformation und Unterricht an der Ernst Reuter Schule Karlsruhe

  • Erste Smart School

  • Interactive Whiteboards/Modellschule

  • Vernetzung/Netzwerktreffen

  • Einsatz von iPads im Unterricht, z.B. Keynote, Kahoot, weitere Beispiele

  • Lernplattform Diler

  • Medienentwicklungsplan

 

Zu jedem der Themengebiete wird es einen 20-minütigen Impulsvortrag eines Referenten geben, der anhand seiner Erfahrungen an der Schule Impulse für den darauffolgenden Austausch (20min) legt. Dabei besteht die Möglichkeit, in Break-Out-Rooms zu gehen, sich über das Thema auszutauschen bzw. Kontakte zu knüpfen.

Im Anschluss kommen alle wieder in einer gemeinsamen  Runde zusammen und stellen die Ergebnisse kurz vor.

Im Anschluss kann noch über eine Verstetigung des Formates oder anderer Netzwerkformate diskutiert werden.

 

Anmeldungen erwünscht an graedler@gruene-fraktion-heidelberg.de

 

Zoom-Meeting beitreten

https://zoom.us/j/97330181154?pwd=a3pvTTNSMGlkayt2QXpiZVNxbzRkZz09

 

Meeting-ID: 973 3018 1154

Kenncode: 127555

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