09. Dezember 2020

Fragezeit: Maßnahmen und Ziele im Bereich Digitalisierung

ich habe mir mal die Mühe gemacht und geschaut, welche Projekte im Bereich Digitalisierung noch offen sind und nachgefragt….

Fragezeit: Maßnahmen und Ziele im Bereich Digitalisierung

ich habe mir mal die Mühe gemacht und geschaut, welche Projekte im Bereich Digitalisierung noch offen sind und nachgefragt….

Inhalt dieses Beitrags

 Für den Bereich Digitalisierung in Heidelberg wurden für den Haushalt 2019/20 unter ande-ren folgende Maßnahmen und Ziele beschlossen. Bitte geben Sie Gründe an, wieso diese Maßnahmen bislang noch nicht umgesetzt worden sind: 

 Teilhaushalt Amt 17 

  • Entwicklung eines Digitalen Leitbildes: Beauftragung der Digitalagentur für die Erstellung einer Digitalstrategie 

Mit Schaffung und Besetzung der Abteilungsleitung „Digitale Stadt“ zum 1. Januar 2020 wurden „Digitalen Leitlinien für die Stadt Heidelberg“ entwickelt. Diese wurden inner-halb der Verwaltung abgestimmt und werden im Rahmen einer Informationsvorlage im Haupt- und Finanzausschuss und im Gemeinderat am 03.03.2021 und 18.03.2021 vorge-stellt. Darauf aufbauend soll mit einem breiten Bürgerbeteiligungsprozess, aber auch unter Einbezug der Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft eine Digitalstrategie erar-beitet werden. Die Digital-Agentur Heidelberg ist in diesem Prozess eng eingebunden und wird bei Bedarf zur Unterstützung beauftragt.

  • Umsetzen des Projektes „Bürgerportal“ aus dem Wettbewerb „Digitale Zukunftskom-mune@BW“ in enger Zusammenarbeit mit dem Personal- und Organisationsamt und gemeinsam mit den Projektpartnern 

Das Projekt Bürgerportal, ein Teilprojekt der Digitalen Zukunftskommune@bw, unter-teilt sich in fünf Teilprojekte (TP): TP 1 Chatbot Bürgeramt: Der Chatbot befindet sich in der Umsetzungsphase. Vertreterin-nen und Vertreter des Bürgeramts, von Amt 17 und des Umsetzungspartners Komm.One treffen sich in regelmäßigen Abständen und reichern den Chatbot mit Informationen an.

Ein erster Pilot soll Ende Quartal 1 2021 stadtintern getestet werden. Der Roll-Out und die Kommunikation in Richtung Bürgerschaft ist für Quartal 4 2021 geplant. TP 2 Onlineterminvereinbarung: Die Software für die Online-Terminvereinbarung wurde erfolgreich installiert und ist momentan in mehreren Bereichen im Einsatz. Im Produk-tivbetrieb ist die Online-Terminvereinbarung derzeit bei der Ausländerbehörde (Fachbereich Zuwanderung) und bei der Kfz-Zulassung sowie der Führerscheinstelle (siehe auch https://tevis-online.heidelberg.de/). Der Einsatz im Bürgeramt-Mitte erfolgt, so-bald die vor-Ort noch erforderlichen technischen Voraussetzungen (Verkabelung) geschaffen sind und ein Anmeldeterminal für Bürgerinnen und Bürger geliefert wurde. In diesem Kontext wurde darüber hinaus beim Standesamt der Traukalender Online eingeführt. TP 3 Selfservice-Terminals: Ein Konzept für die Umsetzung wurde von Amt 15 und 17 er-arbeitet und die Firma Ameria mit der Umsetzung beauftragt. Zum Einsatz wird im Bür-geramt Mitte ein berührungslos bedienbares Terminal kommen. Das Terminal wird unter anderen Checklisten für Bürgerdienstleistungen bereitstellen sowie einen internen Wegweiser und aktuelle relevante Informationen für die Bürgerschaft darstellen. Die Fertigstellung des Projekts ist für Quartal 2 2021 geplant. TP 4 Remote- und Videoassistent: Die notwendige Software (Teamviewer) und Hardware (Monitore und Kameras) wurden bereits beschafft und installiert. Zurzeit wird die einge-richtete Technik gemeinsam mit dem Bürgerservice getestet. Die Datenschutzerklärung ist bereits mit der Datenschutzbeauftragten geklärt. Ein Roll-Out und die Kommunikati-on in Richtung Bürgerschaft ist für Quartal 2 2021 geplant. TP 5 Bürgeramtskoffer: Das Projekt wurde in Absprache mit Amt 15 und 17 vorerst einge-stellt, da die dafür notwendige Technologie nicht mehr zur Verfügung steht. Dabei han-delt es sich um ein mobiles Dokumenten-Druckgerät der Bundesdruckerei, das von eben dieser nicht mehr hergestellt und angeboten wird.

  • Weiterer Ausbau des öffentlichen WLAN’s „HD4U“. Zusätzliche Verbesserung der Ge-schwindigkeit und Qualität 

Nach erfolgter Netzbetreiberausschreibung im Oktober 2019 hat die Firma Scaltel AG den Zuschlag erhalten. Nach Ablauf der Migrationsphase (Januar-Juni 2020) tritt nun Scaltel vollumfänglich als Netzbetreiber auf. Im Rahmen unser zur Verfügung stehen-den Haushaltsmitteln ertüchtigen wir nun sukzessive bestehende Standorte, indem veraltete Hardware ausgetauscht wird. So geschehen beispielsweise beim Zoo Heidelberg, beim IWC oder aktuell bei den Flüchtlingsunterkünften (HTS und Hardtstraße). Außer-dem wird bei allen Standorten überprüft, ob ein Upgrade des vorhandenen Internetanschlusses möglich ist. Dies ist bei einigen Standorten mittlerweile möglich und wird dementsprechend geändert. Bei einigen Standorten ist allerdings derzeit keine kurzfristige Bandbreitenerhöhung möglich, da die TK-Anbieter keine breitbandigen Anschlüsse zur Verfügung stellen. In einem solchen Falle sind leider keine Verbesserungen möglich. Trotzdem prüfen wir für alle Standorte, inwieweit diese mit städtischem Netz angebun-den werden können. So beispielsweise die Neckarwiese, die bis dato über eine Richtfunkverbindung mit unzureichender Bandbreite angebunden ist. Wir streben an, die Neckarwiese mit neuwertigen Accesspoints auszustatten und über die Ernst-Walz-Brücke und die Theodor-Heuss-Brücke anzubinden. Dieses Vorgehen bedarf allerdings einiger Vororttermine sowie Tiefbauarbeiten, weshalb derzeit noch kein Zeitziel für ein Projektende genannt werden kann.

  • Mitwirkung bei der Weiterentwicklung und Betreuung der Routing-App für Mobilitätseingeschränkte, Entwicklung eines Moduls in einfacher Sprache mit Lernprogramm in Leichter Sprache („Mobil-AtLaS“) sowie Entwicklung einer Sprachein- und -ausgabefunktion in enger Zusammenarbeit mit dem Referat des Oberbürgermeisters 

(„Mobil-AtLaS“) sowie Entwicklung einer Sprachein- und -ausgabefunktion in enger Zusammenarbeit mit dem Referat des Oberbürgermeisters

Ein Modul in einfacher Sprache mit ergänzendem Lernprogramm in Leichter Sprache wird unter Beteiligung von Menschen mit Behinderungen erarbeitet. Die für 2020 vorge-sehene Entwicklung einer zusätzlichen Sprachein- und –ausgabefunktion musste corona-bedingt zunächst zurückgestellt werden. Durch Aufnahme des Routenplaners in die Nichtinvestive Städtebaufördermaßnahme „Rohrbach-Hasenleiser – NIS 2018“ kann in 2021 eine erste Ausbaustufe über den Innenstadtbereich hinaus realisiert werden. Die Finanzierungsmöglichkeiten (zum Beispiel über Landes- und Bundesfördermittel) für ein weiteres Ausrollen auch auf die übrigen Stadtteile werden derzeit geprüft.

  • Mitwirkung bei der konzeptionellen Entwicklung und Umsetzung eines Politik- und Transparenzportals (HeiPorT) inklusive verschiedener Schnittstellen für öffentliche Daten („open by default“) in enger Zusammenarbeit mit dem Referat des Oberbürger-meisters

Gemeinsam mit Fachämtern und externen Kooperationspartnern (zum Beispiel Open Knowledge Foundation) wurde ein Konzept zur inhaltlichen Ausrichtung eines neuen Portals entwickelt. Für das vorgesehene zielgruppenspezifische Informationsangebot für Jugendliche und für Menschen mit Behinderungen wurden verschiedene Beteili-gungs- und Gesprächsformate durchgeführt, um weitere Bedarfe von Verbänden und Bürgern zu ermitteln (unter anderen Vorstellung im Jugendgemeinderat und Beirat von Menschen mit Behinderungen, Ideen-Workshop mit Jugendlichen in Kooperation mit dem Stadtjugendring Heidelberg). Die erforderliche Schnittstelle zum vorhandenen Bürgerinformationssystem wurde implementiert, die weitere technische Umsetzung kann Corona bedingt erst ab 2021 erfolgen.

  • Mitwirkung bei der inhaltlichen Konzipierung einer digitalen Ehrenamtskarte im Rahmen der Fortschreibung des Konzepts zum Bürgerschaftlichen Engagement in enger Zusammenarbeit mit dem Referat des Oberbürgermeisters

Eine Übersicht über die bundesweit vorhandenen Ehrenamtskarten und die darin enthaltenen Leistungen wurde 2019 vom Referat des Oberbürgermeisters erstellt. Im Rah-men des Bürgerschaftlichen Engagements-Fortschreibungsprozesses fanden im Jahr 2020 mehrere Workshops und verwaltungsinterne Sitzungen zu diesem Thema statt, bei denen auch Amt 17 beteiligt war. In 2021 wird das OB-Referat dem Gemeinderat eine In-formationsvorlage zur Ehrenamtskarte vorgelegt.

  • Entwicklung eines Konzeptes für den Ausbau einer Kollaborationsplattform für die Stadtverwaltung zur intensiveren Zusammenarbeit der städtischen Ämter mit Hilfe von digitalen Tools

Zur Bewältigung der Vielfalt an Aufgaben nutzen die städtischen Ämter neben den unab-dingbaren Fachverfahren bereits heute eine Reihe von Kollaborationstools, die histo-risch – aber auch aus Gründen des Datenschutzes – im eigenen Rechenzentrum (on premise), betriebenen werden. Die wichtigsten genutzten Tools sind derzeit:

– Microsoft SharePoint – stadtweite zentrale Datenaustauschplattform

– Skype for Business – Video- und Telefonkonferenzen, Telefonie- und Chatfunkti-on

flächenmäßige Einführung vorantreiben.

  • Ausbau der digitalen Bürgerbeteiligung: Entwicklung einer digitalen Bürgerbeteiligung für alle Projekte, um auch junge (und alte) Leute stärker an städtischen Entscheidungen zu beteiligen 

Für den Ausbau der digitalen Bürgerbeteiligung von Amt 12 wurden für zwei digitale An-wendungstools Lizenzen angeschafft: Slido und Zoom. Diese kamen im letzten Jahr bei 9 Veranstaltungen im Rahmen der digitalen Bürgerbeteiligung zum Einsatz.

Teilhaushalt Amt 40 

  • Medienberaterinnen und Medienberater als Modellprojekt an Schulen einsetzen, um Lehrerinnen und Lehrer bezüglich Einsatz von Präsentationsmedien und Schülerinnen und Schüler bei der Benutzung von Endgeräten zu unterstützen. Digitalisierung voran-bringen. Konzepterstellung und Bedarfsermittlung

Das Konzept zum Einsatz von Medienberaterinnen und Medienberatern für die genann-ten Aufgaben wurde im Regionalen Bildungsbüro Heidelberg mit dem Amt für Digitales und Informationsverarbeitung erstellt und in buchbaren Modulen für die Schulen ange-boten und durchgeführt. Konkret standen jeder Schule circa 500 € zur medienpädagogischen Unterstützung für:

– Fortbildungen für Lehrkräfte,

– Schülerinnen und Schülerworkshops oder

– Elterninformationsabende (Medienelternabende)

zur Verfügung.

Planungsstand. Mit Vertreterinnen und Vertretern des Jugendgemeinderats ist ein künftiger Einsatz von „IT-Lotsen/Scouts“ an Schulen vorgesehen. Bedarfsermittlungen erfolgen als Verwaltungshandeln kontinuierlich. Die aktuellste Bedarfsermittlung wurde im Rahmen des Sofortprogramms durchgeführt.

Teilhaushalt Amt 51 

  • Weiterentwicklung der Informationsplattform MeinKind.de zu einem echten Anmelde-portal gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendamt 

Im Jugendhilfeausschuss wurde am25.06.2020 durch Amt 51 mit Informationsvorlage 0114/2020/IV über den Sachstand berichtet (die Vorlage ging am 23.07.2020 auch an den Gemeinderat) und am 22.09.2020 im Rahmen des Arbeitsüberblicks mündlich über den Bearbeitungsstand informiert. Am 09.02.2021 wird Amt 51 im Jugendhilfeausschuss über die Einführung der „Zentralen Vormerkung“ als digitales Angebot zur Vormerkung für einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung berichten. Das Modul der „Zentralen Vormerkung“ wird ab 01.03.2021 online gehen.

Die Implementierung wird ab diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein. Die weitere not-wendige Betreuung des Verfahrens und Weiterentwicklung des Moduls erfolgt weiter-hin in Zuständigkeit von Amt 51.

Teilhaushalt Amt 81 

  • Smart parking, Konzept für eine Bewirtschaftung der öffentlichen Parkplätze in Gara-gen und im öffentlichen Raum inkl. der digitalen Verwaltung der Anwohnerparkplätze

Voraussichtlich im Februar 2021 wird von Amt 81 eine entsprechende Informationsvor-lage erfolgen, die zunächst im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität be-handelt werden soll. Die Verwaltung möchte 2021 das Handyparken für die bewirtschafteten oberirdischen Parkräume einführen. Eine vorherige Einführung war aufgrund personeller Kapazitäten nebst Personalwechsel und fortlaufender Anpassung der in-ternen Prioritätensetzung nicht möglich.

  • Elektronische Parkraumbewirtschaftung – Einführung einer Bezahl-App für Automaten
  • Konzept für eine Bewirtschaftung der öffentlichen Parkplätze in Garagen und im öffent-lichen Raum inkl. der digitalen Verwaltung der Anwohnerparkplätze (Smart parking) 

In diesem Kontext sind die Themen wir Parkraumprognose, Parkplatznavigation, priva-tes Parkraumsharing, digitale Parkraumüberwachung und Ähnliches sowie der digitale Anwohnerparkausweis subsummiert. Hierzu wurden zwischen dem Amt für Ver-kehrsmanagement und der Digitalagentur Heidelberg 2019 und Anfang 2020 verschie-dene Vorgehensweisen diskutiert, es fanden vorbereitende Workshops statt. Mit Beginn der Corona-Pandemie wurden alle Projekte, für die es noch keine vertragli-chen Verpflichtungen gab und die nicht unabdingbar für das Funktionieren der Stadt-verwaltung sind, gestoppt. Aus diesem Sachzwang heraus wurden auch die oben ge-nannten Aktivitäten vorübergehend eingestellt.

Es ist geplant, entsprechende Konzepte auszuarbeiten und umzusetzen, sobald Haus-haltsmittel in ausreichendem Umfang wieder zur Verfügung stehen und entsprechende Personalressourcen gestellt werden. Auch werden die technisch vorhandenen Mög-lichkeiten auf ihre datenschutzrechtlich tatsächlich zu realisierende Umsetzbarkeit zu überprüfen sein (zum Beispiel bei der Parkraumüberwachung).

Ihr seht: leider geht hier nichts voran und überall muss sich die Verwaltung entschuldigen oder macht nur Schmalspurlösungen…

So geht Digitalisierung leider nicht…

 

siehe auch: Fragezeit: Stand der Digitalisierung in Heidelberg

Digitalisierung: Smart Cities

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