25. April 2018

Heidelberg-Studie: Schwerpunkt Digitalisierung

Stadtblattartikel von Stadtrat Felix Grädler, Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Heidelberg-Studie: Schwerpunkt Digitalisierung

Stadtblattartikel von Stadtrat Felix Grädler, Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Inhalt dieses Beitrags

Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde. Bislang ging es aber überwiegend um die negativen Gesichtspunkte. Viele Arbeitsplätze werden überflüssig, die ältere Generation wird abgehängt, unsere Daten werden verkauft und unsere intimsten Geheimnisse werden preisgegeben, während die globalen Unternehmen immer mächtiger werden. Spannend, dass nun die Ergebnisse der Heidelberg-Studie zeigen, wie offen doch vor allem die jüngere Generation der Digitalisierung gegenübersteht und welche konkreten Verbesserungen sie sich damit vorstellen kann. Die Mehrheit (52%) der 30- bis 49-jährigen ist zuversichtlich, dass sich durch Digitalisierung z.B. Beruf und Privatleben leichter vereinbaren lassen.

Das lässt auch Hoffnung keimen für unsere zwei meistgenannten Problemthemen: Verkehr und Wohnen. Über 53% der 16- bis 29-jährigen wünschen sich eine Mobilitäts-App. Sie sagen, da gibt es schon eine? Ja, es gibt sogar an die fünf Apps von VRN oder RNV, aber leider nicht eine wirklich gut funktionierende. Deshalb sollte man dringend marktgetriebene Lösungen verfolgen und die Datenplattformen eher so aufstellen, dass der Markt darauf zugreifen kann (Open Source). Aufgabe von Verwaltung und Politik wird es auch bei diesem Thema sein zum einen die Grundlagen zur Verfügung zu stellen, wie Datenschutz, Datensicherheit und Infrastruktur. Zum anderen müssen Anreize dafür geschaffen werden, dass attraktive und innovative Lösungen für die Probleme und Bedürfnisse der Menschen dann durch den Markt angeboten werden. Veränderungen in der Mobilität werden sicher die Sharing-Modelle populärer machen, ebenso werden sich bestimmt attraktivere Lösungen für den Bereich Wohnen ergeben. Selbst wenn die ersten bekannten Modelle, wie z.B. airbnb, vorwiegend durch negative Erfahrungen in der Öffentlichkeit diskutiert werden, ist doch die Idee, leerstehenden Wohnraum sinnvoll zu nutzen, grundsätzlich positiv. Insgesamt gilt: Am Ende muss sich der Wandel an den Menschen ausrichten und einen Mehrwert für sie bringen. Die Digitalisierung werden wir nicht aufhalten, wir sollten sie lieber zuversichtlich und vor allem proaktiv angehen, bevor wir von den Entwicklungen dominiert werden und sie nicht mehr steuern können.

Ich freue mich über ein weiteres Ergebnis der Studie, wonach 98% der Mitbürger angeben, dass sie sich in unserer Stadt wohlfühlen, das tue ich nämlich auch! Herzlichen Dank auch für die hohe Anerkennung unserer Arbeit, 27% geben an, dass ihnen die GRÜNEN im Gemeinderat am besten gefallen. Das spornt uns an!

Inhalt dieses Beitrags

Beitrag teilen

WhatsApp
E-Mail
Facebook
Twitter
LinkedIn
XING

Ähnliche Beiträge

24. Juli 2022

Das Echo aus dem Gemeinderat – Juli 2022

8 min
01. Juni 2022

Fragezeit: Eine App für Alles? Wann kommt endlich die Mobilitätsapp?

2019 hat der Gemeinderat die gesellschaftsrechtliche Beteiligung der rnv an der Mobility Inside GmbH sowie am Projekt "Mobility Inside" beschlossen. Was ist daraus geworden?
3 min

Highlights

Hier findest du die meistgeklickten Beiträge aus meinem Blog. Klick dich durch!

17. Februar 2022

Airfield kreativ nutzen!

< 1 min
01. Februar 2022

5 Punkte Plan für die Kreativwirtschaft in Heidelberg

Am 14. Oktober 2021 präsentierte die Stadtverwaltung in Heidelberg den Bericht „Kreativkraft Heidelberg”, der die Entwicklung der lokalen Kreativwirtschaft von 2010 bis 2019 betrachtet. Er zeigt: Kreativwirtschaft ist in Heidelberg ein Standortfaktor mit großem Potential. Er zeigt aber auch: Es gibt noch viel zu tun.
2 min
27. Januar 2022

Was wird uns das Jahr 2022 bringen?

Stadtblattartikel von Felix Grädler Fraktion Bündnis 90/Die Grünen - Ausgabe vom 12.02.2022
2 min
25. Januar 2022

Fragezeit: Bauarbeiten in der Bahnstadt

Die Wohnungen im 2. Bauabschnitt westlich der Pfaffengrunder Terrasse sind schon länger Größtenteils fertiggestellt. Leider gibt es dort, zum Beispiel im Bereich des zukünftigen Wasserbeckens Langer Anger, noch sehr viele Bauzäune und Absperrungen.
2 min
09. Oktober 2021

Arbeiten in der Veranstaltungsbranche – vernünftige Arbeitszeiten und faire Bezahlung?

Mehr Infos: halle02.de/neustartkultur
< 1 min
09. Oktober 2021

Vielfalt im Club – Warum gibt es so viele weiße, männliche Stars?

Mehr Infos: halle02.de/neustartkultur
< 1 min