Was ist der Mobilitätspass?
Der Mobilitätspass ist eine Art „Solidarbeitrag“, bei dem alle Bürger*innen und Unternehmen einer Stadt oder Region monatlich eine Gebühr zahlen. Dieses Geld wird ausschließlich für den ÖPNV genutzt – also für bessere Taktungen, neue Strecken oder günstigere Tickets.
In einem Modell für Heidelberg könnte ich mir beispielsweise 10 Euro pro Monat und Person vorstellen, mit einer sozialen Staffelung für Haushalte mit niedrigem Einkommen. Unternehmen würden ebenfalls einen Beitrag leisten, abhängig von ihrer Größe.
Was würde der Mobilitätspass ermöglichen?
- Günstige Tickets bleiben erhalten: Statt das Neun-Euro-Ticket abzuschaffen, könnte es durch den Mobilitätspass weiter finanziert werden.
- Bessere Verbindungen: Neue Buslinien oder häufigere Fahrten könnten den ÖPNV attraktiver machen – besonders in Stadtteilen wie den Bergstadtteilen.
- Soziale Gerechtigkeit: Einkommensschwache Haushalte könnten besonders entlastet werden, etwa durch kostenlose oder stark vergünstigte Tickets.
- Umweltschutz: Ein gut ausgebauter ÖPNV hilft uns, den Autoverkehr zu reduzieren und damit die Klimaziele der Stadt zu erreichen.
Warum ein Mobilitätspass?
Mit einem Mobilitätspass könnten wir vermeiden, dass der ÖPNV zum Sparobjekt wird und die Menschen, die auf ihn angewiesen sind, darunter leiden. Stattdessen wäre der Mobilitätspass eine langfristige Lösung, die soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz vereint.
Weiterführende Informationen
Grundlagen des Mobilitätspasses – Pressemitteilung des Land Baden-Württembergs
Der Mobilitätspass im Landesmobilitätsgesetz Baden-Württemberg
Finanzierung des Mobilitätspasses – Beitrag Ministerium für Verkehr
Der Mobilitätspass – Zukunftsnetzwerk ÖPNV
Der Mobilitätspass – Beitrag im SWR
Der Mobilitätspass – Blogbeitrag Frauenhofer Institut für System- und Innovationsforschung