Mein Beitrag für den Kerchemer Wind – Juni 2025
Kirchheim kann grüner, sozialer und lebenswerter werden
Stellen wir uns einen Stadtteil vor, in dem das Leben auf den Plätzen wieder pulsiert – nicht zwischen
parkenden Autos, sondern unter Bäumen und Sonnensegeln. Ich sehe einen entsiegelten Kerweplatz,
auf dem Kinder spielen, Menschen verweilen, Märkte und Feste stattfinden – ein echter Mittelpunkt
des Stadtteils, begrünt und belebt das ganze Jahr über. Auch das Areal an der Haltestelle Alfred-Jost-
Straße oder auf dem Odenwaldplatz könnten als entsiegelte oder stärker begrünte Flächen mit
Spielplätzen für Schatten, Kühlung und Begegnung sorgen – als Antwort auf den Klimawandel und als
Impuls für mehr Miteinander.
Eine kulturelle Bürgerkirche für Kirchheim
Die Petruskirche im Herzen Kirchheims ist ein Symbol unserer Geschichte – sie kann aber darüber
hinaus auch ein Ort für die Zukunft sein. Ich wünsche mir eine offene Bürgerkirche, in der
Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Diskussionsrunden oder Konzerte stattfinden – neben dem
klassischen Gemeindeleben. Ein Raum für alle Kirchheimer*innen, getragen von bürgerschaftlichem
Engagement.
Die Schwetzinger Straße neu denken
Die Schwetzinger Straße ist heute vor allem Verkehrsachse – aber sie könnte durchaus mehr sein.
Warum nicht einen Teilbereich autofrei gestalten? Mit breiten Gehwegen, Sitzgelegenheiten, kleinen
Läden, Cafés und viel Grün? So wird aus einer Durchfahrtsstraße ein lebendiges Quartierszentrum,
das Menschen verbindet, statt sie zu trennen. Außerdem bekommt der Einzelhandel neue Impulse
durch eine höhere Aufenthaltsqualität und ein wirkliches Zentrum könnte entstehen. Dadurch und
durch Zwischennutzungskonzepte mit Unterstützung der Einzelhandelskümmerer könnte der
Leerstand behoben werden und neue Geschäfte entstehen. Denn es gibt auch gute Nachrichten. Der
Schreibwarenladen bleibt und in der ehemaligen Pizzeria am Kerweplatz hat jetzt eine neue Bäckerei
geöffnet. Ausprobieren!
Mehr Raum für Menschen – nicht für Autos
Ich träume von Fußgängerwegen ohne Autos, der Schäfergasse als Schulstraße, von Straßen ohne
Schlaglöcher, in denen man sich sicher und gerne bewegt – egal ob zu Fuß, mit dem Kinderwagen
oder dem Rollator. Von Spielstraßen, Bewegungsflächen, urbanem Grün. Kirchheim soll ein Ort sein,
an dem nicht Blech, sondern Begegnung dominiert.
Ein Stadtteil, der zusammenhält
Kirchheim lebt vom Engagement seiner Menschen: vom Vereinsleben, den Festen, vom
Wochenmarkt, von den Schulen und Kitas. Danke auch an “Kirchheim bewegt”, die gerade vor
kurzem wieder einen tollen und erfolgreichen Kunstspaziergang organisiert haben. Diese Strukturen
brauchen Platz und Unterstützung. Auch neue Impulse durch den Heidelberg Innovation Park können
Kirchheim bereichern – wenn wir sie als Chance begreifen, gemeinsam weiterzudenken.
Keine Vision ohne Beteiligung
Das Schöne ist: Diese Ideen sind keine Utopie. Einige Prozesse laufen bereits – Entsiegelung,
Stadtteilentwicklung, Verkehrsberuhigung, kreative Nutzung der Petruskirche. Es braucht nur Mut
zur Veränderung. Und vor allem: Beteiligung.
Ich lade Sie ein: Bringen Sie sich ein – bei Beteiligungsformaten, im Stadtteilverein, in
Bürgerinitiativen oder einfach im Gespräch mit Ihren grünen Bezirksbeirät*innen oder Ihren
Nachbar*innen. Reden wir darüber, wie unser Kirchheim von morgen aussieht – und lassen wir es
gemeinsam Wirklichkeit werden!
Der grüne Boule-Treff am Spielplatz Seewiesenweg war ein voller Erfolg. Ich werde auch künftig
solche lockeren Formate in Kirchheim anbieten, um sich zu vernetzen, auszutauschen und
gemeinsam Ideen für den Stadtteil zu entwickeln – und um dabei noch jede Menge Spaß zu haben!
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
Schreiben Sie mir unter graedler@gruene-fraktion-heidelberg.de, ich freue mich auf Ihre Nachricht.
Herzliche Grüße,
Ihr Felix Grädler