21. Oktober 2021

Clubstudie der Initiative Musik

Einzelauswertungen der Bundesländer bieten weitere Erkenntnisse zur ökonomischen Lage und sozialen Bedeutung der Musikspielstätten in Deutschland

Clubstudie der Initiative Musik

Einzelauswertungen der Bundesländer bieten weitere Erkenntnisse zur ökonomischen Lage und sozialen Bedeutung der Musikspielstätten in Deutschland

Inhalt dieses Beitrags

Ina Keßler: „Die regionale Auswertung zeigt einmal mehr, dass Livemusikkultur kein reines Großstadtphänomen ist.“

Einzelauswertungen zu den Bundesländern machen die strukturellen Besonderheiten deutlich

Als Ergänzung zur Clubstudie sind auf der Webseite der Initiative Musik ab sofort detaillierte Auswertungen zu den einzelnen Bundesländern verfügbar. Diese liefern relevante Vergleichswerte zu den bundesweiten Ergebnissen. Die im Mai 2021 veröffentlichte Clubstudie zeigt die Bedeutung der Musikspielstätten als zentrale Stützen unseres Kulturlebens. Mit genreübergreifenden Livemusik­programmen tragen sie wesentlich zu einer vielseitigen Kulturlandschaft bei.

„Die regionale Auswertung zeigt einmal mehr, dass Livemusikkultur kein reines Großstadtphänomen ist. Auch in weniger stark besiedelten Regionen gehört ein gemeinsames Musikerlebnis in den Clubs zu einem wichtigen sozialen Anker und ist oft erster kultureller Kontakt.“ erklärt Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik. „Mit diesen wichtigen Einzelauswertungen können wir dem Wunsch der regionalen Partner:innen nachkommen, die diese für ihre kulturpolitischen Debatten zur Stärkung der Livemusikkultur nutzen können.“

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Der Blick in die verschiedenen Länder verdeutlicht die große Vielfalt und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen unter welchen Musikspielstätten betrieben werden. In allen Regionen des Landes bieten Musikspielstätten abwechslungsreiche Kulturprogramme und sind so wichtige Plattformen für künstlerische Kreativität und Innovation. Das zeigt sich durch eine große Bandbreite an musikalischen Genres in jedem Bundesland – von Singer-Songwriter über Rock und Heavy Metal bis hin zu Jazz und Hip-Hop sowie elektronischer Musik.

Der direkte Vergleich der Bundesländer macht auch Unterschiede deutlich. Unter den Flächenländern hat z.B. Sachsen die größte Dichte an Spielstätten und führt mit 240 jährlichen Musikveranstaltungen je 100.000 Einwohner:innen, gefolgt von Hessen (183) und Niedersachsen (166). Unter den Millionenstädten, die nicht mit den Flächenländern vergleichbar sind, ist München die Metropole mit der höchsten Spielstättendichte – und liegt somit vor Hamburg, Köln und Berlin.

Strukturelle Herausforderungen, wie das hohe Durchschnittsalter der Musikstättenbetreiber:innen, ziehen sich über das gesamte Land. Die Betreiber:innen der Musikspielstätten sind im Bundesdurchschnitt 48 Jahre alt. Damit stehen viele Musikclubs vor einem Generationenwechsel. Unter den Bundesländern verteilt sich das Durchschnittsalter von 39 Jahren (Mecklenburg-Vorpommern) bis 52 Jahre (Hessen).

Unterschiede sind insbesondere auch bei den Förderstrukturen festzustellen. Förderungen aus Landesmitteln spielen etwa in Rheinland-Pfalz (66,7%), Niedersachsen (54,8%) und Hamburg (53,5%) eine besondere Rolle. Dazu unterstützen zahlreiche Kommunen im gesamten Bundesgebiet die lokalen Musikspielstätten finanziell. Auf Bundesebene werden die Musikclubs am häufigsten durch die Initiative Musik gefördert. Insgesamt machen die Erlöse der öffentlichen Zuschüsse – von Kommunen, Ländern und Bund – im Durchschnitt für Musikclubs lediglich 10 % der Einnahmen aus.

Die Clubstudie ist ein Projekt der Initiative Musik, finanziert durch Mittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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