20. September 2018

Grüne kritisieren schleppende Wohnungsbauaktivitäten

Grüne kritisieren schleppende Wohnungsbauaktivitäten

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Aus dem städtischen Bautätigkeitsbericht 2017, der am 12.09.2018 im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt wurde, geht hervor, dass 2017 in Heidelberg weniger als 300 Wohnungen fertiggestellt wurden. Der Wert liegt nicht nur unter denen aus den Vorjahren, sondern verfehlt das Ziel, jährlich 800 neue Wohnungen zu schaffen, ganz deutlich.

Stadtrat Felix Grädler fragt: „Wie kann das sein? Die Stadt verfügt über eine eigene Wohnungsbaugesellschaft, die Bahnstadt wird weiterentwickelt, das Mark-Twain-Village ist mitten im Konversionsprozess, andere Flächen stehen in den Startlöchern, die Zinsen stehen schon lange auf Rekordtief und daraus entstehen gerade einmal 272 Wohnungen auf einem mehr als angespannten Wohnungsmarkt. Hier läuft etwas gehörig schief! Da scheint eine Stelle zu fehlen, an der die vielen Fäden aus den einzelnen Ämtern zusammenlaufen. Deshalb wäre es gut, in der Stadtverwaltung eine verantwortliche Position mit entsprechenden Kompetenzen zu schaffen, die alle Ämter zu diesem Thema koordiniert und die Querschnittsaufgaben betreut.“

Stadtrat Manuel Steinbrenner ergänzt: „Eine Erhöhung der Geschwindigkeit vor allem bei der Umsetzung der Konversionsflächen, aber auch bei der Genehmigung von kleineren Bauvorhaben würde schneller für zusätzlichen Wohnraum sorgen. Hierfür muss das Personal in der Bauverwaltung aufgestockt werden, da die vielen Bauprojekte in der Stadt die städtischen Mitarbeiter*innen an ihre Grenzen bringen. Um mehr preiswerten Wohnraum zu schaffen, sollte auch das Engagement der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GGH ausgeweitet werden. Und jedes Mal, wenn neues Baurecht geschaffen wird, sollte die Stadt ihre Einflussmöglichkeiten konsequent nutzen, um dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Dies könnte beispielsweise mithilfe der „flexiblen Quote“ geschehen, deren Umsetzung wir im letzten Gemeinderat beantragt haben.“

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