13. Februar 2021

Wer führte 2020 die Regie? das Leben in der Pandemie.

(oder auch: was reimt sich auf Corona?) Büttenrede von Felix Grädler

Wer führte 2020 die Regie? das Leben in der Pandemie.

(oder auch: was reimt sich auf Corona?) Büttenrede von Felix Grädler

Inhalt dieses Beitrags

2020 – ich versuch’ widder zu resümiere; was war?

Ganz klar, das Jahr war geprägt von … Corona

Das hatten wir echt noch nie,

so eine globale Pandemie

und keinem war so richtig klar:

Was macht man denn da, mit so ner Influenza?

Merkel, Kretsch, Würzner, Gemeinderat, der ganze Zirkus

waren völlig überfordert mit diesem Virus

Aber jetzt mal von Anfang…

Es ging ja ganz gut los das Jahr,

neues Jahrzehnt – ich war voll startklar.

Wir radelten nach Heidelberg Süd-West

und trafe uns da; zum Bürgerfescht.

Habe uns mit der ganze Crowd

des Ami-Village angeschaut.

Hier wohne bald Leude, so der Plan,

nur halt ohne Straßebahn.

 

Und dann kam schon Fastnacht

und da war noch nicht ganz klar,

was da aufm Fischmarkt in Wuhan los war.

Und so konnten wir – klingt heut wie ein Traum –

zwar bei Regen, aber glücklich, den Umzug anschaun.

Dann war ich Skifahrn in Tirol

und vom Feeling her war’s Gefühl echt toll

Beim Apres Ski in Ischgl dachte ich’s bei der Parade

ich fühl mich so’n bisschen Malade.

Kaum zurück mit meiner neuen Jahresstrategie

da war Sie auch in Heidelberg, die Frühlingsgefühle.

Alle wurden ganz hektisch und diskutierten viel

bis schnell der Ruf nach dem Kurfürst fiel

denn eins war klar, der Rat kann nicht (online) tagen

einer müsse die Alleinherrschaft wagen

Grund für die Sonderregeln, denn das gab’s noch nie

war natürlich – unser Oberbürgermeister Eckart Würzner.

Und schnell wurd’ in der Krise klar:

Unser Eckart macht de Kurfürst – aber bürgernah

Denn Heidelberg als digitale Stadt

das hätte sicher alle glei satt

Lieber auch kän Bürgerentscheid riskiere

sondern einfach länger über die Themen sinnieren

Denn im Zweifel schieben’s die Bewohner

natürlich auf de blöde Gemeinderat.

Dann dacht ich, mich küsste die Muse

dass ich’s mal wieder mit Kultur versuche

Doch ob “Frühling”, Theater, Museum oder Club

seit Anfang März, da sind sie Schwupp

alle geschlossen, der ganze Zirkus

wegen dem gefährlichen – Bildungsaspekt.

Und als endlich kam die Sommerprise,

hatten wir Kreise auf der Neckarwiese.

Und woran hat’s gelegen,

erinnert ihr euch noch irgendwie?

Aliens? Brennball? Gänseallergie?

Nee, verantwortlich war natürlich die – äh der Bürgermeister Erichson.

 

Zur Schlossbeleuchtung wollt ich geh’n

mal wieder mit der Holden ein Feuerwerk anseh’n.

Leider blieb das Utopie.

Schuld daran? die – Fledermäuse.

Aber Dank helfender Hände und viel Geld vom Staat

gab es im Sommer: Kulturprogramm mit Format

Ob Sommerbühnen, Open Air oder Metropolink

zumindest hier fand man sich ein auf einen Drink

und so kam’s einem fast vor wie normal, es nahm keiner wahr

dass es fast ein normaler Sommer war – ohne globale Erwärmung.

 

Auch in der Altstadt war’s recht still

weil wohl kener mehr in Kneipe will

Da jubelt kurz die LINDA auf

doch die Geschicht nimmt ihren Lauf

Das Land setzt sich ein für ne ruhige Nacht

und setzt die Sperrzeit landesweit auf acht!

Was da wohl der Auslöser war?

Ihr wisst es selbst: die Klagen der Anwohner

Auch die Diskussionen um die Poller

werden in da Stadt immer doller

Ob Altstadt, Langer Anger, Ochsenkopf

der Verwaltung pocht der Kopf

dabei ist’s doch jetzt völlig egal

denn jetzt wurd’ es fast ganz normal

das die Leut nur mit dem Fahrrad fahr’n

und Autostraßen eh öd waren

Nur der neue Klimabürgermeister

auf die “Fahrradideologie” da sch… er,

will nicht per Bike nach Peterstal reisen

Aber dafür neue Fahrradstraßen ausweisen

kommt einem fast vor wie ne grüne Strategie

nein Grund dafür ist: der Klimawandel

Heidelberg ist ne Wachsende Stadt

die leider für die Jugend nicht so viel zu biete hat

das Haus der Jugend, die Clubs geschlossen

da ists ja fast nur fair, dass Bürger die Stadthallensanierung beschossen

aber wirklich wird jo viel gebaut, ob Sporthall, Theaterplatz, Kongresszentrum

das treibt recht viele Bürger um

Für Verzögerungen, egal welcher Kategorie,

ist dies Jahr Schuld: der deutsche Handwerksmeister

 

Und auch im Feld ob im Süden oder Norden

ist viel um Flächen gestritten worden

Ob Hühnerstein, Gäuschlag, Wolfsgärten, Holzapfelbaum, Marienhof

meist sind die Diskussionen ziemlich doof

statt auf das Feld, das wär fein

schau ma lieber wo’s sonst noch könnt rein

das wär doch mal ne neue Strategie,

doch klappt das auch – beim Ankunftszentrum?

 

Mir sehen’s ja im Neuenheimer Feld

jeder hätt gern noch paar Quadratmeter wie’s ihm gefällt

für dies, für das, der annere mag’s gern so

und dann sind noch die Bürger do

Ob ein Tauziehen um den Hühnerstein

oder wie soll die Brücke über den Neckar sein?

Und als wär die Umsetzung der Beteiligung eine Utopie

macht uns jetzt einen Strich durch die Rechnung: die Universität

 

Leider ham auch die Bordelle geschlossen

da kommt manchem der Unfug ins Gehirn geschossen

bei der Normannia wars keine Wissensgewinnung

dass jetzt rauskam die rechte Gesinnung

oft sind’s die gleichen die Masken verweigern und aluhüte tragen

und so oft man’s sagt: die glaubens nie!

wir sind in einer Ausnahmesituation!

 

Was ham wir uns dann auf den Winter gefreut

mit Weihnachtsmarkt, Christmette und Lebkuchenzeug

Dafür extra über Heizpilze gestritten

und bei manch halblegaler Glühweinwanderung mitgeritten

Doch fehlt uns einfach der Kontakt ganz in Persona

Doch geht das nicht wegen: dem eiskalte Winter

 

Das Jahr war vorbei, die Herausforderungen klar,

vor allem was die Challenge für die Bildung war

die Kids möglichst Schnell in Schule und Kita bringen

und notfalls mit Digitalisierung das wissen zu ihnen zwingen

doch Leider hat Frau Eisenmann wohl gepennt

wohl deshalb auch der Landtagswahl- Ergebnisstrend

denn nix ist passiert, es gibt keine Strategie

Schuld ist natürlich – die altmodische CDU

Die Kliniken haben ihre Lehre gezogen

haben an einer Klinikfusion gewoben

dass größer, stärker, besser nun

wir uns mit Mannheim zusammentun

Großer Wirbel im Ländle, wer Verantwortlich war:

Natürlich war es: Theresia Bauer

 

Auch nach den Erfahrungen der stillen Nächte

dachte man dass es unser Handeln weiterbrächte

Mal endlich was gegens Clubsterben zu tun

denn Zeit und Wissen haben wir ja nun

doch statt einen Nachtbügermeister zu installieren

war die SPD nur am Lamentieren

und statt dass man auf die Erfahrung der Profis vertraut

hat jeder wieder sein eigenes Süppchen gebraut

Aber Schuld daran, man selbst war es ja nie:

Ware natürlich: die dabbische Diskobetreiber

Jetzt muss ich awwa schluss mache, Sorry

das ist des Ende meiner Story

dann da seh ich schon de Würzner komme

und ich krieg wohl gleich des Handy abgenomme

Denn er ist da gleich direkt verstimmt

wenn en Stadtrat des Handy nimmt

Er könne dann net mehr klar denke

weil ihn dieses Gerät ablenke

Natürlich sagt er das hatte er vorher noch nie

Schuld daran sei nur: die Pandemie!

Kerche – HAJO!

Heidelberg – HAJO!

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