• Felix Grädler

GREEN CULTURE – Klimapolitik in den Mittelpunkt von Kulturpolitik stellen

Die Große Koalition hat sich vorgenommen, bis 2030 den Ausstoß an Klimagasen um 55 Prozent zu reduzieren. Schon jetzt bestehen Zweifel, ob sie dieses Ziel erreichen wird.

Die Corona-Krise überschattet zudem weitestgehend alle klimarelevanten politischen Bemühungen. Die Aufmerksamkeit gilt aktuell der notwendigen Rettung der kulturellen Infrastruktur, allerdings dürfen wir dabei die Klimakrise nicht aus den Augen verlieren.


Denn ALLE gesellschaftlichen Bereiche sind aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten, damit das Erreichen der Klimaziele gelingt; auch der Kunst- und Kulturbetrieb.

Bei den Kulturschaffenden gibt es bereits eine hohe Eigenmotivation, Klimaschutz in ihrer Branche voranzutreiben. Allerdings fehlt hierfür eine zentrale Anlaufstelle, die Wege und Instrumente zum nachhaltigen Wirtschaften aufzeigt.


Wir wollen eine nachhaltige Kulturproduktion institutionell in der Kulturpolitik verankern, damit Ressourcenverbrauch und -einsparungen transparent gemacht und in die Klimabilanzierung der Bundesregierung einfließen können.


Klimaschutz in der Kultur- und Kreativwirtschaft ist kein Luxusthema. Auch nicht in Zeiten von Corona.

Aktuell liegen große Teile des kulturellen Sektors in Folge der Corona-Pandemie am Boden. Hierfür fordern wir in unseren parlamentarischen Initiativen Hilfen, die weit über die Maßnahmen der Bundesregierung hinausgehen. Aber es geht jetzt auch darum, über die Krise hinaus zu blicken — Wir denken heute schon an Übermorgen. Im Zuge einer Post-Corona- Strategie für die existenzbedrohte Kulturszene wollen wir den Kulturbetrieb, die Kulturpräsentation, -produktion und -distribution ökologisch zukunftsfähig machen — für die Zeit nach Corona. Und wir müssen jetzt damit beginnen und nicht erst dann, wenn es zu spät ist.


Wir wollen jetzt ein Signal setzen für eine progressive Kulturpolitik, in der Klimapolitik als sichtbares Handlungsfeld eingebettet ist. Dass dies noch immer nicht der Fall ist, zeigen gerade die Corona-Hilfsmaßnahmen für pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen. Die Bundesregierung hat versäumt, diese Mittel an Nachhaltigkeitskriterien zu knüpfen. Die Förderkriterien sehen leider nur Empfehlungen vor. Damit wird die Chance verpasst, den Kultureinrichtungen in der Corona-Pandemie zu helfen und ihnen gleichzeitig Wege aufzuzeigen, um ökologisch zukunftsfähig zu werden.

Eine Kulturpolitik, die den Ernst der Klimakrise erkennt, braucht eine konsequente Ausrichtung nach Kriterien des Klimaschutzes und der ökologischen Nachhaltigkeit. Diese Kulturpolitik, lässt die kreative Freiheit der Kulturschaffenden unberührt. Sie ist ein unbürokratisches und sich weiterentwickelndes Angebot an die Kulturszene.


Unsere Lösung: Der Green Culture Desk & Green Culture Fonds

Ein zentrales Ziel grüner Kulturpolitik ist es, den ökologischen Transformationsprozess auch im Kulturbereich zu begleiten und Akteur*innen und Initiativen, die mit innovativen Ideen und Konzepten arbeiten, zu identifizieren, zu vernetzen und zu unterstützen.

Dafür wollen wir mit einem Green Culture Desk eine zentrale Anlaufstelle für Beratung, Vernetzung, Reporting & Monitoring sowie Diskursinputgeber einrichten sowie mit dem Green Culture Fonds eine zielorientierte und nachhaltige Finanzierung notwendiger Transformationsprozesse sicherstellen.


Angesichts der Klimakrise reicht es nicht mehr aus, Kulturpolitik allein als reine Förderpolitik zu betreiben. Es bedarf einer interdisziplinären und intermediären Strukturbildung in enger Abstimmung mit den Kulturakteur*innen, den föderalen Akteur*innen und der Zivilgesellschaft. Die Zeit ist reif für „think big".


Was bedeutet das? Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit verstärkt ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken, gerade im Kulturbetrieb. Denn der kulturelle Sektor hat hier mit beispielhaften Aktionen relevanter Akteur*innen bereits einen Vorbildcharakter für die nötige Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen.

Im Mittelpunkt der Kulturpolitik des Bundes steht die Förderung von Kunst und Kultur von gesamtstaatlicher und (inter-)nationaler Bedeutung. Und uns ist klar: Die Bewältigung der Klimakrise ist langfristig ein Thema von größter gesamtstaatlicher und internationaler Bedeutung. Wir sind daher überzeugt, dass Kulturpolitik alles dafür tun muss, die Kulturproduktion, - präsentation und -distribution ökologisch zukunftsfähig zu machen. Und dies bei allen öffentlich geförderten Kultureinrichtungen und Projekten sowie im privaten Sektor der Kultur- und Kreativwirtschaft und in der freien Szene.


Wie soll das geschehen? Bottom-up! Wir wollen die Kulturszene ermutigen und ermächtigen, ressourcensparender zu arbeiten und wir wollen dafür die politischen Rahmenbedingungen schaffen. Bottom-up, weil es bereits tolle Projekte, Kultureinrichtungen und Akteur*innen gibt, die sich dem Thema angenommen haben. Dieses Know-how wollen wir nutzen. Wir wollen eine Win- win-Situation schaffen: Spart der Kulturbetrieb Emissionen, ist das ein Beitrag zur Einhaltung der Klimaziele in Deutschland.

Dafür muss die Kulturszene finanziell unterstützt und bürokratisch entlastet werden, insbesondere die Akteur*innen, die bereits Vorreiter*innen sind im Feld des Klimaschutzes. Sie sind die Impulsgeber*innen, die Nachahmungseffekte auslösen. Letztlich sollen sich die öffentlichen Investitionen durch einen geringeren Ressourcenverbrauch, etwa bei den Energiekosten, amortisieren und langfristig finanzielle Einsparungen für die Kultureinrichtungen generieren.


Wir wollen mit dem Green Culture Desk eine zentrale Anlaufstelle schaffen, die alle bisherigen Aktivitäten zur ökologischen Transformation des Kulturbetriebes identifiziert und vernetzt. Dieses Netzwerk wird über den Green Culture Desk weiter ausgebaut. Durch den Fokus auf die Unterstützung der Pionier*innen der Branche und die Nutzung und Bündelung der vorhandenen Strukturen kann der Green Culture Desk auf vier unterschiedlichen Säulen auf die Voraussetzung einer diversen Kulturszene und der Akteur*innen in ihr reagieren.

Die vier Säulen sind (siehe auch unten zur weiteren Erläuterung) eine zentrale Anlaufstelle, die Identifizierung und Qualifizierung von Green Consultants, das Monitoring und Reporting der wichtigen Daten über Verbrauch und Einsparungen von Kultureinrichtungen und die Mitgestaltung des öffentlichen Diskurses zu dem Thema.


Der Green Culture Desk soll sich durch einen partizipatorischen Aufbau definieren und kann auf bestehende Initiativen als überspannendes Dach von Netzwerken agieren. Die von der grünen Bundestagsfraktion initiierten Fachgespräche zum Thema haben gezeigt, dass die Motivation aus der Kulturszene, an einem derartigen Projekt mitzuwirken, sehr groß ist. Es ist in kürzester Zeit ein Think Tank entstanden, der ein breites Wissen bündelt – von theoretischen Analysen bis zu Best- Practice-Beispielen vieler Kulturakteur*innen. In diesem Rahmen soll dann auch das institutionelle Setting des Green Culture Desks entschieden werden.


Unsere Vorstellung ist, dass der Bund mit dem Green Culture Desk eine zentrale Geschäftsstelle unterhält, die die Aufgaben der unten aufgeführten Säulen koordiniert. Dazu zählt, Strukturen zwischen den bereits vorhandenen Green Culture-Akteur*innen auf Kommunen-, Landes- und Bundesebene zu schaffen. Eine enge Zusammenarbeit, etwa mit der Kulturminister*innen- Konferenz, ist ratsam.


Angesicht der Bedeutung des Themas sollte der Green Culture Desk auf die Länder hinwirken, eine gemeinsame Willenserklärung der Länder anzustreben, an dem Aufbau einer zentralen Anlaufstelle mitzuwirken. Dieser Schulterschluss zwischen Bund und Ländern wäre ein deutliches Signal für die ökologische Transformation des Kulturbetriebs und ein klares Bekenntnis zu den Klimazielen.

Viele Kreative, Kultureinrichtungen und Kulturinstitutionen haben den Ernst der Lage erkannt und machen vor, wie eine ökologisch zukunftsfähige Kulturproduktion aussehen könnte. Sie sind sensibilisiert und sie mobilisieren für die aktive Bewältigung der Klimakrise, sie reflektieren ihre eigene Rolle und entwickeln Lösungen. Dies geschieht aufgrund fehlender öffentlicher Unterstützung in der Regel freiwillig und mit hoher intrinsischerer Motivation.


Genannt seien hier nur wenige Beispiele:


− Die Spitzen wichtiger Museen in Deutschland wollen mehr Klimaschutz in ihren energieintensiven Häusern und fordern das offensiv in einem offenen Brief an die Kulturstaatsministerin. Hauptforderung des Briefes ist eine zentrale Task Force, die berät und zwischen den Protagonist*innen und Ministerien vermittelt. Im Brief heißt es: „Kunst und Kultur haben das Potenzial, die Gesellschaft durch neue Ideen voranzubringen. Wir fordern, dass der Kulturbetrieb zum Vorreiter auch im Klimaschutz werden kann.“


− Die Soziokulturellen Zentren, stets Vorreiter wenn es darum geht, gesellschaftliche Themen aufzugreifen, haben das Projekt „Jetzt in Zukunft - Nachhaltigkeitskultur entwickeln: Praxis und Perspektiven soziokultureller Zentren“ initiiert, unter wissenschaftlicher Leitung des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Zudem fordern sie Mittel, um die rund 600 Einrichtungen auch ökologisch nachhaltig modernisieren zu können.


− In der Clubszene existiert bereits ein Green Club Guide mit Leitfäden für grünes Clubbing. Das Projekt „Clubtopia“, eine Kooperation vom BUND Berlin, Clubliebe e.V., Clubcommission und LiveKomm begleitet seit 2019 den nachhaltigen Wandel der Berliner Clubszene und könnte zukünftig als Blaupause für Livemusikspielstätten in anderen Städten dienen.


− Initiativen in der Filmindustrie haben bereits Nachhaltigkeits-Standards für Kinos und Filmproduktion erarbeitet.


− Der Musiker Clueso baute sein Studio aus größtenteils recyceltem Material.


− Festivalveranstalter*innen arbeiten an Konzepten zur Müllvermeidung und zu grünem Strom.


− Der Verein „Hanseatic Help“ sammelt Zelte und Isomatten auf großen Festivals ein, säubert sie und stellte sie Hilfsbedürftigen wieder zur Verfügung. Unter den Hashtags #DeinZeltKannEinZuhauseSein und #EinSchlafsackKannLebenRetten sensibilisieren sie für die Thematik.


− Die Band Coldplay kündigte an, nicht mit ihrem neuen Album auf Tour gehen zu wollen, bis Tourneen klimaneutral sein können


− Die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) forderte eindringlich in einem Appell an die Kulturpolitik, dass „sich Investitionen und Programme im Kulturbereich an Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit orientieren und die Kultureinrichtungen und -aktivitäten mit Blick auf ihre Ressourceneffizienz, Klimaschädlichkeit und Resilienz überprüft werden sollten“. Im September 2020 stellte die KuPoGe das Thema „Kultur(en) der Nachhaltigkeit“ in den Mittelpunkt ihrer Sommerakademie.


− Der Deutscher Kulturrat eröffnete bereits 2018 ein Projektbüro mit der Zielsetzung, innerhalb des Kultursektors stärker für das Nachhaltigkeitsthema zu sensibilisieren und klarzustellen, dass der Kulturbereich zur Nachhaltigkeitsdebatte mehr beitragen kann als das Bühnenprogramm bei Klimakonferenzen. Es sollte eine Brücke zwischen dem Nachhaltigkeitsdiskurs des Natur- und Umweltbereiches und kulturpolitischen Debatten schlagen.


− Im bundesweiten Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit haben sich sektorübergreifend Institutionen zu einem ‚Club der Willigen‘ zusammengefunden und tauschen sich zu ganz realen Projekten, Chancen und Herausforderungen in der Auseinandersetzung mit dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe aus. Innovative Ansätze und Experimente stehen im Mittelpunkt der gemeinsam umgesetzten Projekte.


Die Kulturszene will ihren Anteil dazu leisten, den Klimawandel aufzuhalten. Viele Akteur*innen aber wissen nicht, wie oder an wen sie sich wenden können, um eine erste Beratung zu erhalten. Vielen ist nicht bekannt, welche Angebote es bereits im Bereich Green Culture gibt. Politik muss jetzt zukunftsweisende Rahmenbedingungen schaffen, damit die bestehenden Aktivitäten sichtbar gemacht, genutzt und ausgebaut werden können.

Um die Forderungen aus der Szene und unsere eigene kulturpolitische Position umzusetzen, bedarf es einer zentralen Anlaufstelle auf Bundesebene - einem Green Culture Desk und einem eigenen Fonds im Bundeshaushalt, dem Green Culture Fonds. Im Folgenden werden beide Instrumente vorgestellt.

Klar ist, dass die hier vorgeschlagenen Maßnahmen zur ökologischen Transformation der Kulturproduktion nicht in die Kunstfreiheit eingreifen dürfen. Künstler*innen sind frei in der Ausgestaltung ihrer Kunst ebenso sowie Kultureinrichtungen in der Auswahl ihrer Projekte. Das Green Culture Konzept will die innerbetriebliche Ökologie unterstützen.

Zudem ist uns, der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, bewusst, dass der Kulturbetrieb mit verschiedenen Problemen zu kämpfen hat, seien es die ständig auslaufenden Projektmittel und deren ressourcenintensive und bürokratische Neubeantragung, die prekäre soziale und wirtschaftliche Situation der Kreativen selbst oder die generelle Sorge um die Existenz einer Kultureinrichtung, insbesondere in der Corona-Krise.

Gerade diese Situation macht eine zentrale Anlaufstelle wie den Green Culture Desk so dringend erforderlich, um Förderungen zur ökologischen Transformation zu vereinfachen.


DER GREEN CULTURE DESK

Um Klimaschutz auf Bundesebene in den Mittelpunkt der Kulturpolitik zu stellen und als Leitmotiv sichtbar zu machen, wird eine zentrale Anlaufstelle auf Bundesebene benötigt, die Möglichkeiten und Instrumente zum nachhaltigen Wirtschaften aufzeigt. Der Green Culture Desk soll als unabhängige, interdisziplinärere Einrichtung eingerichtet und mit einer Geschäftsstelle sowie ausreichend Personal für die jeweiligen Aufgaben ausgestattet werden. Federführende Zuständigkeit hat die/der Kulturstaatsminister*in.

Im Sinne des Bottom-up-Prinzips soll das finale institutionelle Setting unter engem Einbezug der zahlreichen aktiven Kulturinitiativen, -verbände sowie -akteur*innen erarbeitet werden.

Aus unseren Fachgesprächen mit der Kulturszene und Klimaagenturen sowie kulturpolitischen Instituten hat sich bereits folgende Struktur und Aufgabenstellung für den Green Culture Desk herauskristallisiert.


Der Green Culture Desk soll vier Schwerpunktsäulen umfassen, die die Hauptaufgabengebiete abbilden:


Säule 1: Zentrale Anlaufstelle, Beratung und Vermittlung

Säule 2: Expert*innen-Pool, Vernetzung und Qualifizierung (Green Consultants) Säule 3: Forschung, Monitoring & Reporting und das Green Culture Tool

Säule 4: Diskurs: Öffentliche Debatte initiieren


Säule 1

Die erste Säule des Green Culture Desks ist die zentrale Anlaufstelle für öffentliche und private Kultureinrichtungen und -akteur*innen, die Fragen rund um die ökologische Transformation der jeweiligen Einrichtung oder Projekte angehen wollen. Die zentrale Anlaufstelle vermittelt die Anfragenden zielgenau an Expert*innen aus der Green Consultants-Datenbank (Säule 2), macht sie auf öffentliche Förderungen aufmerksam und steht ihnen bei der Beantragung von Fördermitteln mit professionellem Know-how zur Seite.

Eine besondere Rolle kommt dem Green Culture Desk bei der ökologischen Transformation der aus öffentlicher Hand finanzierten Kulturhäuser zu. Ziel ist es, den öffentlich getragenen Kultureinrichtungen, Fonds, Stiftungen und Initiativen eine zeitnahe Umstellung auf klimaneutrale Kulturproduktion zu ermöglichen. Dabei gilt es, diese Akteur*innen mit Expert*innen zusammen zu bringen, die dabei helfen, die Ressourceneffizienz der Einrichtungen zu überprüfen, notwendige Maßnahmen zu identifizieren und die Umsetzung dieser vorzubereiten und durchzuführen.

Der Green Culture Desk soll aber auch gleichberechtigt offen stehen für Kreative und Kulturschaffende aus ganz Deutschland, die keine öffentliche Förderung bekommen und zum privaten Kreativ- und Kultursektor gehören. Ziel ist es, dass etwa Anfragen, wie ein alternatives Elektrofestival am besten klimaneutral durchzuführen ist, ebenso unter Einbezug von Expert*innen zu beantworten sind, wie Anfragen von Kinos, die ihren Betrieb ökologisch zukunftsfähig machen wollen. Der Green Culture Desk steht für alle Teilbereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft offen.

Die Beratungsfunktion soll aber auch gegenüber der Politik ausgeübt werden. Die Expertise aus allen Säulen soll dazu dienen, Politikberatung gegenüber der Kulturpolitik auf allen Ebenen durchführen zu können.


Säule 2

− Die Band Coldplay kündigte an, nicht mit ihrem neuen Album auf Tour gehen zu wollen, bis Tourneen klimaneutral sein könnenen im Bereich Green Culture transparent aufbereitet und in einer Green Consultants-Datenbank abrufbar gemacht werden. Identifizierung,

Sichtbarmachung und Vernetzung in Form von regelmäßigem Austausch sind hier die Kernaufgaben.

Konkret bedeutet dies, dass ein Expert*innen-Pool von Initiativen und Green Consultants aufgebaut werden muss. Dafür müssen strategische Allianzen mit bestehenden Berater*innen und Agenturen, wie beispielsweise mit dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen e.V.14, auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene aufgebaut und kontinuierlich erweitert werden.

Hierzu bedarf es einer Analyse der Szene in Deutschland, aber auch auf europäischer und globaler Ebene. Gezielt soll der Green Culture Desk einen Green Consultants-Pool für alle Kulturbereiche aufbauen, um Anfragen aus der diversen Kulturszene adäquat weitervermitteln zu können.

Die Green Consultants-Datenbank dient auch zur Sichtbarmachung von Initiativen und Akteur*innen, die im Bereich Green Culture bereits aktiv sind. Hier gibt es bereits einige.

So bietet schon seit längerem die „Green Music“-Initiative Lösungen für das Problem klimaschädlicher Tourneen an.15 In unterschiedlichen Kooperationen und Netzwerken berät sie Künstler*innen und Veranstaltende, wie man klimagerechte Konzerte, Festivals und Tourneen16 umsetzen kann. Die Agentur „baumast. Kultur nachhaltigkeit“, stellt Informationen auf ihrem Blog zur Verfügung und berät Theater17. Die Initiative „Grünes Kino“18 erstellt Nachhaltigkeitskonzepte für Kinos und berät diese auf dem Weg dorthin.

Dies sind nur einige aktive Initiativen und Green Consultants unter vielen, die mehrheitlich ohne öffentliche Unterstützung das Thema aus intrinsischer Motivation anpacken.

Notwendig ist zudem die Erarbeitung einer umfassenden Qualifizierungsstrategie für die Akteur*innen in den Kultureinrichtungen, aber auch für die weitere Akquise und Weiterbildung von Green Consultants. Deren Anzahl, so zeigt es sich bereits in einigen Branchen, reicht bei weitem noch nicht aus, um eine flächendeckende Beratung der Kulturbranche sicherstellen zu können.

Bei der Qualifizierungsstrategie sollen die bereits vorhandenen Green Consultants auf der einen Seite und die Kultureinrichtungen auf der anderen Seite eng miteinander verknüpft werden.

Zusammengedacht können beide Seiten von der Vielzahl von Know-how-Träger*innen profitieren. Innerhalb der Qualifizierungsstrategie können eigene Workshops veranstaltet, Informationen zu Aus- oder Weiterbildungsangeboten gesammelt und zur Verfügung gestellt sowie auch auf Jobvakanzen in der Szene reagiert werden.

Da die Kulturlandschaft in Deutschland ebenso reichhaltig wie divers ist, sind für derartige institutionelle Qualifizierungsmaßnahmen, zusätzlich die Entwicklung eines Sets attraktiver digitaler Instrumente zu erwägen, um mit möglichst geringem Ressourcenaufwand möglichst viele zu beteiligende Einrichtungen in Prozesse eigenständigen Lernens einzubinden.

Kernziel der zweiten Säule des Green Culture Desks ist der Aufbau, die Vernetzung und die Qualifizierung eines Green Consultants-Pools, um die bereits aktiven Akteur*innen und Initiativen sichtbar zu machen, als potentielle Berater*innen für anfragende Projekte und Kultureinrichtungen bereitstellen zu können und neue Green Consultants zu akquirieren und zu qualifizieren.



Säule 3

Es fehlt in der Kulturpolitik an Forschung. In einem ersten Schritt bedarf es daher einer Bestandsaufnahme, in der Kennzahlen, etwa zum Ressourcenverbrauch, für die Kulturbranche abgerufen werden. Um dem Netzwerkgedanken und dem Bottom-up-Prinzip des Green Culture Desks zu folgen soll die Kennzahlerfassung als erste gemeinsame Monitoringberichtsarbeit durchgeführt werden. Die Geschäftsstelle des Green Culture Desks soll diesen Prozess, der durch Qualifizierung und Netzwerktreffen aufgewertet werden kann, orchestrieren. Die Green Consultants müssen ebenso eingebunden sein, wie die Kultureinrichtungen und -institution sowie universitäre Kulturforschungseinrichtungen.

Bereits in den Haushaltsverhandlungen zum Bundesetat 2020 hat die grüne Bundestagsfraktion eine Bedarfs- und Machbarkeitsstudie gefordert19, aus der hervorgehen soll, wie öffentlich finanzierte Kulturhäuser ökologisch zukunftsfähig arbeiten können. Geprüft werden sollen konkrete Maßnahmen zur energetischen Modernisierung, vor allem in energieintensiven Kultureinrichtungen wie Museen.

Aufgrund des primären Fokus auf die Transformation der Kulturproduktion sollen im Sinne der innerbetrieblichen Ökologie pragmatische Indikatoren für eine erste Kennzahlerhebung dienen. Folgende Bereiche würden sich dabei für eine Erhebung ihres Ressourcenverbrauchs anbieten, da hier Stellschrauben für eine ökologische Transformation vorliegen:

• Planung und Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen

• Umstellung auf Ökostrom

• Heizungssanierungen

• Lebensmittel/Catering

• Papierprodukte und Hygienepapiere (mit dem Blauen Engel > Ressourcenschutz und CO2- Reduktion)

• Gebäudedämmung bei eigenen Immobilien (Fenster, Fassade, Dach)

• Innenbeleuchtung – Bewegungsmelder in Sanitärbereichen und ausgewählten Fluren und LED wo möglich

• Außenbereiche (Dach- und Fassadenbegrünung, biodiversitätsfördernde Grünflächen, Außenbeleuchtung – insektenfreundlich, energieeffizient und reduzierte Lichtverschmutzung, Flächenversiegelung/-entsiegelung, etwa auf Parkplätzen)

• Mobilität inkl. Infrastruktur und Mobilitätsangebote – differenzieren nach Mitarbeiter*innen und Besucher*innen

Nach Vorbild der englischen gemeinnützigen Organisation Julie‘s Bicycle, die die englische Kulturszene dabei unterstützt, sich für den Klimaschutz und die ökologische Nachhaltigkeit einzusetzen, sollen von allen vom Green Culture Desk begleiteten Projekten Daten zum Ressourcenverbrauch evaluiert werden. So soll langfristig ein Datenpool mit Kennzahlen und Erfolgen in der ökologischen Transformation angesammelt werden.

Um den Kultureinrichtungen und Projekten das Monitoring ihrer Verbrauche zu vereinfachen, soll der Green Culture Desk, ebenfalls nach Vorbild Julie‘s Bicycle, ein Green Culture-Monitoring &Reporting (M&R)-Tool entwickeln. Mit dem Tool sollen auf einfache Weise etwa Energie- und Wasserverbrauch, Abfallerzeugung und Recycling sowie Ressourcenverbrauch bei Reisen und Produktionen gemessen werden können. Die Ergebnisse werden dem Green Culture Desk zur zentralen Evaluierung übermittelt und dienen den Akteur*innen dazu, ihre Umweltstrategien anzupassen und weitere Strategien zu entwickeln.20 Die Bundesregierung kann die Daten aufbereitet nutzen, um sie als zusätzlichen Beitrag zum Erreichen der Deutschen Klimaziele einzuspeisen.

So entsteht ein solides Monitoring und Reporting-Verfahren, dass zukünftig die gesamte Kulturbranche umfasst. Um konsequent die Klimapolitik in den Mittelpunkt von Kulturpolitik zu stellen, ist es richtig, die Teilnahme am Monitoringverfahren über ein Green Culture-M&R-Tool als verpflichtendes Förderkriterium festzusetzen. Konkret: Öffentliche Bundesmittel gibt es nur, wenn an dem Programm partizipiert wird. So wird sichergestellt, dass die Datenlücke geschlossen wird, der Kulturbereich sichtbar zur Schadstoffreduzierung beiträgt und ein Paradigmenwechsel zu einer zukunftsfähigen Kulturproduktion vollzogen wird.

Als Reportingfunktion des Green Culture Desks soll auch die Aufarbeitung der Ergebnisse und die Kommunikation in die Szene verstanden werden. Zudem soll es Aufgabe sein, Forschungslücken zu identifizieren und Forschungsaufträge zu vergeben sowie die Ergebnisse transparent für die Green Consultants, die Kultureinrichtungen selbst und interdisziplinäre Akteur*innen aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen. Die Arbeit und Ergebnisse des Green Culture Desks sollen in einem jährlichen Monitoringbericht öffentlich dargelegt werden. Und selbstverständlich soll die Arbeit des Green Culture Desks auch extern und unabhängig regelmäßig evaluiert werden.

Nicht vergessen werden soll die Dokumentation von Best-Practice-Beispielen, die zur Orientierung dienen. Neben nationalen Beispielen sollen hier auch – aus internationalen Studien – Beispiele aus dem europäischen Ausland und darüber hinaus, bestenfalls aus Ländern mit ähnlichen politischen Systemen, gesammelt, dokumentiert und für die Green Consultants und die Diskursdebatten zur Verfügung gestellt werden.


Säule 4

Die vierte Säule des Green Culture Desks sieht vor, die zur Verfügung stehende Expertise regelmäßig zu nutzen, um daraus — Bottom-up — notwendige politische Maßnahmen abzuleiten. Statt von oben herab Bundesprogramme den Kultureinrichtungen überzustülpen, sollen in der Trias „Kultureinrichtungen - Expert*innen – Politik“ regelmäßig Bedarfsanalysen abgeleitet werden.

Der Green Culture Desk soll dazu Debatten anstoßen, etwa in Form von Veröffentlichungen oder Kommentierungen von Forschungsergebnissen. Das Green Culture-Konzept geht auch mit einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Wachstumsprimat einher, mit dem wir uns in der westlichen Welt konfrontiert sehen.

Wir sehen es als unausweichlich an, in den nächsten Jahren die Frage danach, wie viel Wachstum wir uns angesichts der ökologischen Krise leisten können, ganz grundsätzlich zu stellen. Wie müssen die vorhandenen Mittel eingesetzt werden, um effektiven Klimaschutz bei allen Kultureinrichtungen realisieren zu können? Der Green Culture Desk kann zu diesen Fragen in Kooperation mit anderen umwelt- und kulturpolitischen Verbänden oder Instituten Debatten anstoßen, begleiten und direkt die Ergebnisse in die Arbeit der jeweiligen Säule des Desks einfließen lassen.

Kernziel der dritten Säule des Green Culture Desks ist das Wissensmanagement und der Wissenstransfer, in Form von Forschung, Monitoring und Reporting sowie die Entwicklung eines digitalen Green Culture-M&R-Tools.


Für den Filmbereich hat die grüne Bundestagsfraktion bereits Anfang 2020 einen Beschluss zu Green Film gefasst21, mit Handlungsempfehlungen und politischen Forderungen veröffentlicht und zusammen mit Initiativen aus der Filmbranche, Green Consultants und Forschungsexpertise diskutiert.

Regelmäßige kleine Veranstaltungsreihen zu ausgewählten Themen oder Veranstaltungsangebote in ganz Deutschland sind ebenso vorstellbar wie zentrale Groß-Konferenzen zum Thema. Ebenso sollen Vertreter*innen des Green Culture Desks, wie Mitglieder des Netzwerkes, der Green- Consultants oder der Geschäftsführung als Akteur*innen an Panels, Workshops etc. teilnehmen und somit auch in der Praxis sichtbare Ansprechpartner*innen sein.

Aufgrund der Zuständigkeit in der Kulturpolitik, die bei den Ländern und den Kommunen per Verfassung liegt, muss der Green Culture Desk auch die Kommunikation zwischen den föderalen Ebenen bei der Diskursgestaltung im Blick haben und einen engen Kontakt und Informationsaustausch über Aktivitäten mit Ländern und Kommunen herstellen.

Der Aufbau eines Green Culture Desks, der ökologische Umbau der Kulturhäuser und die Transformation hin zu ökologischen Kulturproduktion kosten Geld. Dies können die Einrichtungen und Kulturakteur*innen aufgrund der oftmals angespannten finanziellen Situation nicht selbst aufbringen. Es bedarf daher der öffentlichen Förderung. Ziel muss es sein, zeitnah messbare Einsparungen beim Ressourcenverbrauch in allen Kulturhäusern und bei allen Kulturveranstaltungen zu erreichen.

Dafür bedarf es einen Green Culture Fonds, der die notwendigen Mittel aus den Etats der Umwelt-, Wirtschafts- und Bauministerien sowie der Kulturstaatsministerin zur Verfügung stellt. Die Klimakrise ist nur ressortübergreifend zu meistern, daher braucht es einen Schulterschluss und gemeinsame Anstrengungen aus den verschiedenen Ministerien.

Aufgabe des Green Culture Fonds ist es, Einrichtungen und Projekte zu fördern, die ihre Häuser und Projekte ökologisch zukunftsfähig gestalten wollen und bestenfalls Modellcharakter haben — und das unbürokratisch. Antragsberechtigt sollen sowohl öffentlich geförderte Einrichtungen und Projekte sein wie auch private Akteur*innen der Kultur- und Kreativwirtschaft und der freien Szene. Hierfür bedarf es der Ausarbeitung von Förderprogrammen und -kriterien sowie der Einrichtung von Förderstrukturen mit unabhängigen Jurys, die über die Mittelvergabe entscheiden.

Der Green Culture Fonds ist beim Green Culture Desk angesiedelt und wird von diesem verwaltet. Die Existenz des Fonds schließt dabei nicht aus, dass einzelne investive Maßnahmen oder die Unterstützung von Projekten auch aus Finanzmitteln der Kommunen und Länder kofinanziert werden können. Bei der Ausgestaltung von Förderprogrammen aus dem Fonds ist darauf zu achten, dass die Förderrichtlinien auch von finanzschwächeren Kommunen erfüllt werden können, denn insbesondere diese Kommunen haben in vielen Fälle keinerlei Spielräume zur Gestaltung einer eigenen nachhaltigen Kulturpolitik.


Kernziel der vierten Säule des Green Culture Desks ist es, öffentliche Debatten zu initiieren, (eigene) Ergebnisse zu präsentieren, zu bündeln und sie im diskursiven Austausch für die eigene Arbeit sowie die der aktiven Initiativen und Green Consultants nutzbar und abrufbar zu machen.


DER GREEN CULTURE FONDS

Der Green Culture Desk ist dafür verantwortlich auch Mittel aus anderen Förderprogrammen gegenüber Antragssteller*innen aufzuzeigen, mit denen zum Beispiel die Umstellung auf erneuerbare Energien oder bauliche energetische Sanierungen gefördert werden können.

Aufgrund der fehlenden Datengrundlage ist aktuell nicht absehbar, was an Mittelbedarfen aufgewendet werden muss, um den Kulturbetrieb ökologisch zukunftsfähig und nachhaltig zu transformieren. Deutschland ist ein Kulturland. Wir haben die meisten Theater und Opernhäuser weltweit. Dazu kommen zahlreiche Museen, Soziokulturelle Zentren, Galerien, Festivals, Clubs, Kinos und vieles mehr. Der deutsche Kulturbetrieb muss jetzt ökologisch und zukunftsfähig gemacht werden. Die Kosten, die wir jetzt tragen, sind nichts gegen die Kosten, die durch die weitere Zerstörung unsere Umwelt verursacht wird.

Wir fordern für das Haushaltsjahr 2021 fünf Millionen Euro, um den Aufbau und die Finanzierung des Green Culture Desks und die damit verbundene Aufgabenerfüllung institutionell sicherzustellen. Außerdem soll der Green Culture Fonds mit ersten Finanzmitteln ausgestattet werden. Innerhalb von drei Jahren rechnen wir mit einem Bedarf von bis zu 100 Millionen Euro. Die Einsparungen, die die ökologische Transformation in den Häusern und Projekten, etwa durch die Nutzung von LED-Lampen oder der energetischen Gebäudesanierung, erzeugen, sollen bei den Kultureinrichtungen verbleiben.

Zu prüfen ist, inwieweit die Privatwirtschaft in ein Green Culture Fonds über Investitionsmodelle einzubinden ist. Denn für die freie Szene und viele andere Akteur*innen stellen sich Investitionen in die Häuser und die Kulturproduktionen anders dar, als für die öffentlich geförderten Einrichtungen, da ihnen in den meisten Fällen die Häuser nicht gehören. Hierfür müssen im Rahmen der Expertise des Green Culture Desks Lösungen gesucht werden.

Ziel ist es, mit der Umsetzung des vorliegenden Konzepts Klimapolitik in den Mittelpunkt der Kulturpolitik zu stellen, um die Kulturbranchen bei ihrer ökologischen Transformation aktiv unterstützen zu können — durch gebündelte Expertise und finanzielle Förderung.


WIR FORDERN:

  • Klimapolitik in den Mittelpunkt von Kulturpolitik zu stellen. Nachhaltigkeit als neues Handlungsfeld in der Kulturpolitik zu verankern.

  • Die Einrichtung eines Green Culture Desks mit Geschäftsstelle auf Bundesebene vorzunehmen.

Dem Green Culture Desk folgende Aufgaben (vier Säulen) zu übertragen:

Säule 1: Aufbau einer zentralen Anlaufstelle für Beratung von Kultureinrichtungen und -

akteur*innen zu Fragen der ökologischen Transformation.

Säule 2: Aufbau eines Green Consultants-Pool, durch Identifizierung, Vernetzung und

Qualifizierung von Green Consultants; Einrichtung einer Green Consultants-Datenbank.

Säule 3: Das Monitoring & Reporting von Ressourcenverbrauch und -einsparungen von Kultureinrichtungen und -projekten über ein neues digitales Green Culture-M&R-Tool, die Implementierung von Nachhaltigkeitsforschung in der Kulturpolitik.

Säule 4: Die Mitgestaltung des öffentlichen Diskurses zu Fragen der ökologischen Transformation im Kulturbereich und der Kulturpolitik.

Sicherzustellen, dass der Aufbau des Green Culture Desks nach dem Bottom-up Prinzip vollzogen wird, unter Einbezug der Kulturverbände, Kulturakteur*innen, wissenschaftlichen Einrichtungen, Energieagenturen und weiteren relevanten Akteur*innen, um bereits vorhanden Strukturen zu nutzen und zu unterstützen sowie die Expertise der Szene zu bündeln.

  • Die Teilnahme am Green Culture-Monitoring- & Reportingverfahren als festes Förderkriterium bei allen öffentlichen Förderungen aufzunehmen.

  • Einen Titel „Green Culture Fonds“ im Bundeshaushalt für die Förderungen von nachhaltigen Kulturproduktionen und der Finanzierung des Green Culture Desks einzurichten. Für das Haushaltsjahr 2021 werden fünf Millionen Euro gefordert, um den Aufbau und die Finanzierung des Green Culture Desks und die damit verbundene Aufgabenerfüllung institutionell sicherzustellen. Außerdem soll der Green Culture Fonds mit ersten Finanzmitteln ausgestattet werden. Innerhalb von drei Jahren rechnen wir mit einem Bedarf von bis zu 100 Miollionen Euro.

  • Eine unabhängige Evaluierung der Arbeit des Green Culture Desks nach drei Jahren vorzunehmen


Quellen

1 https://www.monopol-magazin.de/offener-brief-klimaschutz-museum

2 http://www.jetztinzukunft.de/

3 https://clubtopia.de/wp-content/uploads/2019/06/GREEN_CLUB_GUIDE_clubliebe_e.pdf

4 https://clubtopia.de/

5 http://initiative-gruenes-kino.de/

6 http://www.greenfilminitiative.de/

7 https://www.zeitjung.de/interview-clueso-nachhaltigkeit-zukunft-pfeffi

8 https://hoemepage.com/der-oeko-hafen-des-cellarius-kollektivs-nachhaltiger-buehnenbau-auf-dem-wilde-moehre-festival/, https://hoemepage.com/mit-bambusbesteck-gegen-den-klimawandel-warum-festivals-nicht-nachhaltig-sind/

9 https://www.hanseatic-help.org/2016/08/11/ein-zelt-kann-ein-zuhause-sein-hanseatic-help-auf-festivals/

10 https://www.spiegel.de/panorama/leute/coldplay-will-fuers-klima-auf-tour-verzichten-a-1297578.html

11https://kupoge.de/pressearchiv/pressedok/2019/Erklaerung_Klimapolitik_Kupoge_Nov-2019.pdf

12 https://www.kulturrat.de/thema/nachhaltigkeit-kultur/

13 https://aktionsnetzwerk-nachhaltigkeit.de/

14 https://energieagenturen.de/

15 http://www.greenmusicinitiative.de

16 www.greentouring.net

17 https://www.theatermanagement-aktuell.de/2019/06/15/nachhaltigkeit-im-theater-da-geht-noch-was/

18 http://initiative-gruenes-kino.de/

19 https://www.erhard-grundl.de/wp-content/uploads/Initiativen/192294-%C3%84A-B90-DIE-GR%C3%9CNEN-HH-2020-Green-Culture- Machbarkeitsstudie.pdf

20 https://juliesbicycle.com/reporting/ 21 https://www.gruene-bundestag.de/themen/kultur/umweltfreundliche-filmproduktion-und-gruenes-kino?fbclid=IwAR0xc0JBkZg4ddpDJaq- pVc5MNzRCa7n77iQxsY6JA_BWrgayrZGx5r4H1U

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