• Felix Grädler

Umgebauter Czernyring - Relikt aus alten Zeiten

Nun ist der Czernyring in beide Richtungen auf vier Spuren befahrbar.

Eine über 20m breite Schneise erwartet künftig Zugfahrgäste, Kongressbesucher*innen und Bahnstadtpendler*innen. Der Ausbau des Czernyring ist geradezu aus der Zeit gefallen. Im Rahmenplan war noch eine zweispurige Verkehrsführung vorgesehen. Die Verwaltung ließ jedoch ein Gutachten erstellen, das eine Steigerung des Verkehrs um 80% prognostizierte und damit war ein vierspuriger Ausbau gerade eben möglich.


Der stellvertretende Grüne Fraktionsvorsitzende Christoph Rothfuß legt dar: „Wir Grüne haben diesen vierspurigen Ausbau von Anfang an in Frage gestellt, zumal er mit erheblichen Mehrkosten verbunden war, allein 7,4 Mio. Euro für provisorische Stützwände, in Summe annähernd 20 Mio. Euro mehr. Damit wird der Czernyring zur teuersten Straße Heidelbergs. Dabei hat die ein halbes Jahr dauernde Totalsperrung, aber auch die bis gestern währende Zweispurigkeit eindrucksvoll gezeigt, dass der Ausbau schlichtweg überflüssig war.“


Die Grünen hätten dagegen eine leicht querbare zweispurige Straße mit Tempo 30 präferiert. Nun aber ist ein Monstrum mit einer der höchsten Ampeldichten in Heidelberg geschaffen (alle 160m eine Ampel) worden.


"Wenn wir die Entscheidung zum Klimanotstand ernst nehmen, müssen wir auch in Heidelberg anfangen die Verkehrswende einzuläuten. Ein vierspuriger Ausbau lässt leider nicht erkennen, dass wir dem Radverkehr eine Priorität einräumen und den ÖPNV attraktiv halten möchten,“ erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Felix Grädler und fährt fort: „Dass sich die CDU Bahnstadt nun gegen die Unterbrechung des Langen Angers mit dem Argument des Klimaschutzes ausspricht, wundert uns, wo die Fraktion doch gegen innerstädtische vierspurige Autostraßen nichts einzuwenden hat.“


Der Grüne Bezirksbeirat in der Bahnstadt, Dr. Felix Berschin, ergänzt: „Wir Grüne sind gespannt, ob die längeren Grünphasen für Fußgänger*innen von der Straßenbahnhaltestelle zum Bahnhof jetzt Realität werden. In den Planungen waren ursprünglich nur 8% für Fußgänger*innen zugestanden. Es wurde aber behauptet, dass mit den vielen Autospuren mehr Grünzeit für Fußgänger*innen möglich wäre. Jetzt muss die Stadt liefern!“



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