• Felix Grädler

Wohnungsbauaktivitäten in Heidelberg

Stadtblatt-Beitrag von Felix Grädler– Ausgabe vom 26.09.2018

Aus dem städtischen Bautätigkeitsbericht 2017, der Mitte des Monats im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt wurde, geht hervor, dass 2017 in Heidelberg weniger als 300 Wohnungen fertiggestellt wurden. Der Wert liegt nicht nur unter denen aus den Vorjahren, sondern verfehlt das Ziel, jährlich 800 neue Wohnungen zu schaffen, ganz deutlich. Auch der Schnitt der letzten Jahre lag bereits unter dem Ziel. Ich frage mich, wie das sein kann. Wir verfügen mit der GGH über eine städtische Wohnungsbaugesellschaft, in der Bahnstadt stehen die Kräne nicht still, das Mark-Twain-Village befindet sich mitten im Konversionsprozess, andere Flächen warten in den Startlöchern, die Zinsen stehen schon lange auf Rekordtief und daraus entstehen gerade einmal 272 Wohnungen auf einem mehr als angespannten Wohnungsmarkt. Hier läuft etwas gehörig schief! Wir wollen, dass es sich sowohl junge Familien als auch die Normalverdiener*innen leisten können in Heidelberg zu wohnen!

Bislang scheint das Thema, trotz der Wichtigkeit und angespannten Situation, nicht die Bedeutung in der Verwaltung zu bekommen, die es benötigt. Es scheint zudem eine Stelle zu fehlen, an der die vielen Fäden aus den einzelnen Ämtern zusammenlaufen. Deshalb schlagen wir vor, in der Stadtverwaltung eine verantwortliche Position mit entsprechenden Kompetenzen zu schaffen, die alle Ämter zu diesem Thema koordiniert und die Querschnittsaufgaben betreut. Wir sind uns sicher, dass eine Erhöhung der Geschwindigkeit vor allem bei der Umsetzung der Konversionsflächen, aber auch bei der Genehmigung von kleineren Bauvorhaben schneller für zusätzlichen Wohnraum sorgen würde. Um mehr preiswerten Wohnraum zu schaffen, sollte auch das Engagement der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GGH ausgeweitet werden. Und jedes Mal, wenn neues Baurecht geschaffen wird, sollte die Stadt ihre Einflussmöglichkeiten konsequent nutzen, um dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Dies könnte beispielsweise mithilfe der „flexiblen Quote“ geschehen, deren Umsetzung wir im letzten Gemeinderat beantragt haben. Nun ist es höchste Zeit, dass die Stadtverwaltung einen ganzen Kanon an Maßnahmen erarbeitet und dann auch umsetzt, um rasch und nachhaltig bezahlbaren Wohnraum in Heidelberg zu schaffen.


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